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Im Viertelfinal-Rückspiel des Europacups empfingen die Veilchen nach dem 0:0 im Hinspiel Sparta Prag im Franz-Horr-Stadion. Trotz großem Kampf und einer historischen internationalen Reise musste sich die Austria am Ende mit 1:3 nach Verlängerung geschlagen geben. Den violetten Treffer erzielte Lotta Cordes noch in der regulären Spielzeit.
©Raimund Nics
Die Gäste aus Prag starteten dominant in die Partie und setzten die Wienerinnen früh unter Druck. Bereits in der 2. Minute kämpfte sich eine Tschechin nach vorne, doch Carina Wenninger klärte entschlossen. Mit Fortdauer der ersten Halbzeit fanden die Veilchen besser ins Spiel: Dominiká Škorvánková trieb den Ball nach vorne und bediente Lena Triendl (5.), wenig später verzeichnete Katharina Schiechtl die erste gute Möglichkeit im Strafraum der Pragerinnen (9.), ihr Abschluss wurde jedoch gehalten.
In einer intensiven Phase auf beiden Seiten rückte Torfrau Jasmin Pal immer mehr in den Fokus. Sie parierte mehrmals stark (15., 23., 30., 45.) und hielt ihre Mannschaft im Spiel. Auf der Gegenseite sorgten Louise Schöffel mit einem energischen Sprint (13.), ein gefährlicher Freistoß von Modesta Uka (28.) sowie eine perfekte Flanke von Triendl auf Tatjana Weiss (27.) für Gefahr. Die größte Chance vor der Pause hatte schließlich Triendl selbst: Sie umkurvte die Torfrau und flankte auf Škorvánková, doch diese wurde beim Abschluss ins leere Tor entscheidend gestört (45.). So ging es torlos in die Kabinen.
Auch nach Seitenwechsel blieb die Partie umkämpft. Zwei violette Eckstöße kurz nach Wiederbeginn brachten ebenso wenig Zählbares wie ein Freistoß von Uka samt Nachschuss von Louise Schöffel (60.) oder ein weiterer Versuch von Lotta Cordes nach einer Ecke (68.). In der 70. Minute dann der Rückschlag: Prag traf mit einem platzierten Schuss zur Führung – Pal streckte sich vergeblich.
Doch die Veilchen zeigten Moral. Nur zwei Minuten später glich Cordes nach einem Uka-Eckstoß zum 1:1 aus (72.) und ließ die Generali Arena jubeln. In der Schlussphase und Nachspielzeit drängte die Austria auf die Entscheidung – Triendl (75., 90+1), Almedina Šišić und Yvonne Weilharter kamen zu Möglichkeiten, während Pal und die Defensive einen späten Prager Eckball klärten (90+3). In der Verlängerung rettete zunächst noch die Stange für die Wienerinnen (91.), ehe Sparta nach einer Ecke erneut in Führung ging (97.). Kurz vor dem Seitenwechsel der Verlängerung erhöhten die Gäste nach einem Durchbruch durch die violette Defensive auf 3:1 (105+1).
Trotz weiterer Bemühungen – unter anderem durch Šišić (105.) und Weilharter (110.) – gelang kein weiteres Tor mehr. Damit endet die internationale Reise der Veilchen im Viertelfinale.
Auch wenn das Rückspiel letztlich verloren ging, schreibt Austria Wien Geschichte: Der Einzug ins Europacup-Viertelfinale und das Überstehen mehrerer internationaler Runden markieren einen Meilenstein für das Frauenteam der Austria. Die Veilchen haben beeindruckt – und dürfen stolz auf eine außergewöhnliche Saison zurückblicken.
Austria: Pal – Wenninger (Pucci 106.), Schiechtl, Kirchberger - Schöffel (Schorn 114.), Weiss (Schneeberger 106.), Cordes, Weilharter - Škorvánková (Strode 63.), Uka (Šišić 90+3), Triendl (Pfattner 91.)
Franz-Horr-Stadion, 1864 Fans, Schiedsrichterin Catarina Campos