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Am Samstagnachmittag (17:00 Uhr) empfangen die Veilchen die WSG Tirol in der Generali-Arena. Bereits 12.600 Tickets sind für die Partie abgesetzt. Trainer Stephan Helm möchte dem oberen Playoff mit einem vollen Erfolg einen Schritt näher kommen, den Gegner aber keinesfalls unterschätzen: „Die WSG ist ein mutiges Team mit viel individueller Qualität.“
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... über den kommenden Gegner:
„Die WSG ist ein mutiges Team mit viel individueller Qualität. Die Liga ist extrem knapp, die Teams sind gut organisiert. Die vermeintlichen Top-Teams treffen teilweise auf ausgeklügelte Defensiv-Taktiken. Die Mannschaften mit den größten Budgets können sich Spieler im jüngeren Segment leisten, die extrem stark sind. Die anderen Teams holen dann die leistungsfähigen 23- bis 27-Jährigen. Etwa wie es die WSG mit Valentino Müller getan hat. Diese Spielertypen heben das Niveau jeder Mannschaft und schließen den Gap zu den Top-Teams. Wenn bei diesen Teams dann alles zusammenpasst, können sie jeden schlagen. Entscheidungs-Spieler wie Soriano, Biereth oder Daka gibt es aktuell nicht in der Liga. Deshalb ist die Liga heuer auch so spannend. Es liegt alles sehr knapp beisammen.“
... über die violetten U17-WM-Helden:
„Als Austria sind wir froh, drei Achsen-Spieler in Katar mit dabei gehabt zu haben. Alle drei haben eine außergewöhnliche WM gespielt. Ifeanyi Ndukwe ist der einzige aller WM-Teilnehmer, der in einem Profikader steht, er hat bereits im Sommer mit uns mittrainiert. Auch Vaso und Hasan (Marković und Deshishku, Anm.) haben eine super WM hingelegt. Es wird so getan, als wären die drei auf einmal aufgeploppt. Dem war nicht so. Unsere Akademie-Verantwortlichen haben ganze Arbeit geleistet. Es ist nicht meine Allein-Verantwortung, den weiteren Verlauf dieser Spieler zu skizzieren. Bei Ify war die körperliche Entwicklung am weitesten, deshalb wollten wir ihn schon früh oben dabei haben. Ich persönlich werde aber keinen Schalter betätigen können. Wir zeigen den Jungen eine Türe und sie müssen durch sie durchgehen.“
... über den Ruf nach mehr Jugend:
„Austria Wien ist jenes Team aus der Bundesliga, das die meisten Eigengewächse im Profikader hat. Bei den U22-Einsatzminuten haben wir die Anzahl im Vergleich zum Zeitrahmen des letzten Jahres jetzt schon verdoppelt. Auch Sani (Šaljić, Anm.) zum Beispiel ist nicht einfach so aufgeploppt. Er hat letztes Jahr bei uns trainiert, hat dann in der zweiten Liga Einsätze gesammelt und heuer funktioniert er ganz oben. Er hat hart an sich gearbeitet und sich belohnt. Wir mussten im Sommer aber 40 Scorerpunkte abgeben und haben uns verjüngt. Junge Spieler werden aber nur besser, wenn sie von Erfahrenen geführt werden. Da sind wir schon gut dabei. In diesem Zusammenhang muss ich sagen: Ich bin stolz auf die Mannschaft. Wir befinden uns auf einem guten Weg.“
... über die Personalie Moritz Wels:
„Wir hatten letztes Jahr einen sehr kompetitiven Kader. Welsi hatte aber immer einen unglaublichen Willen, ich arbeite gerne mit ihm zusammen. Er arbeitet bei Wattens momentan sehr gut, das freut mich sehr. Natürlich beschäftigen wir uns mit seiner Personalie.“
... über das Durchschnittsalter der Mannschaft:
„Drago ist ein außergewöhnlicher Spieler, den wir uns mit 29 Jahren nicht hätten leisten können. Er ist 34 und haut sich voll rein. Samuel Şahin-Radlinger ist 33 und top. Wir haben keinen ‚Durchschnitts-Spieler‘ in dem Sinn. Wir haben besonders gute Spieler, die einen Dreier vorne stehen haben. Wir haben zwei 23-jährige Lees, aber auch einen 20-jährigen Sanel Šaljić oder einen 17-jährigen Philipp Maybach. Andere Vereine können sich 23- oder 24-Jährige kaufen, die dann 2,5 Millionen kosten. Das wurde heuer auch zu genüge getan. Diese Spieler können wir uns aber nicht leisten, wir müssen uns die Spieler selbst bauen. Wir investieren sehr viel in die Förderung der Jugend.“
Noah Botić ist im Training unglücklich hängengeblieben und zog sich einen Knöchelbruch sowie einen Riss des Syndesmosebandes zu. Er wird kommende Woche operiert. Sanel Šaljić trainierte unter der Woche wieder mit der Mannschaft mit, ist für Samstag aber eher kein Thema. Auch Johannes Handl trainiert bereits fleißig in der Kraftkammer.