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Am Freitagabend (18:00 Uhr) starten die Young Violets auswärts bei der Admira in die Frühjahrssaison. Trainer Max Uhlig blickt auf eine gelungene Vorbereitung zurück und möchte in der Liga möglichst schnell in die Spur kommen: „Im Vergleich zum Sommer sehe ich uns deutlich verbessert. Wir werden weiterhin realistisch bleiben!“
©GEPA-Pictures
Die Winterpause darf als ertragreich bezeichnet werden. Die Violets – oder Teile davon – holten den Sieg im Göttinger Hallen-Cup, entschieden danach vier von fünf Testspiele für sich. Überflüssig zu erwähnen, dass sich die Vorbereitung der violetten 1B-Garnitur durch die temporäre Absenz einiger Leistungsträger (Verletzungen, Göttingen, ÖFB-Nachwuchs-Nationalteam, Profi-Trainingslager) einmal mehr kompliziert gestaltet hat.
Davon sollten im Jänner vor allem die U18-Spieler rund um Elhadj Bah, Tomy Baotić, Can Danis, Bruno Jerabek oder Devran Gündük profitieren, die sich in den ersten Tests - etwa beim 3:0 über Fortuna Wiener Neustadt oder dem 3:1 gegen den Sport-Club - beweisen durften. „Sie haben das sehr gut gemacht“, befindet Trainer Max Uhlig, der betont, dass das violette Trainerteam mit jedem dieser Spieler einen klar strukturierten Plan verfolge. Vorrang hätten einstweilen aber jene Protagonisten, die das Ihre zum sensationellen Herbst-Durchgang beitrugen, den die Violets als Tabellen-Sechster beendeten. Im kommenden Sommer stehe ohnehin der nächste Kaderumbruch ins Haus.
Personell tat sich im Winter jedenfalls genug: Filip Lukić, Osman Abdi und Marcel Stöger kehrten nach Verletzungen in die Mannschaft zurück, mit Routinier Willi Vorsager (Stripfing) und Stürmer-Talent Marco Brandt (Liefering) begrüßten die Jungveilchen außerdem zwei Neuzugänge. Ein weiterer – U17-Teamspieler Florian Hofmann (ebenfalls Liefering) – folgt im Sommer. Die Verpflichtung Vorsagers, immerhin 88-facher Bundesliga-Spieler, habe sich bereits nach kürzester Zeit sichtbar bezahlt gemacht, so Uhlig: „Man hat schon in den ersten Tests gesehen, wie er die Abwehr stabilisiert, wie viel Sicherheit er den Jungen rundherum gibt.“
Bei Marco Brandt sei die Sache etwas anders gelagert. Der 19-jährige Offensivspieler wechselte vom FC Liefering an den Verteilerkreis, galt als absoluter Wunschspieler, mit dem man sich im Vorfeld schon lange beschäftigt habe: „Er war bereits in der Red Bull-Akademie ein herausragender Stürmer, glänzte 2024 als Torschützenkönig in der U18-Liga. Leider hat ihn eine Schulterverletzung ein bisschen vom Weg abgebracht. Wir geben ihm jetzt einmal die Zeit, sich in der neuen Heimat zurechtzufinden, seinen Rhythmus zu finden.“
Der inhaltliche Austausch mit den sportlich Verantwortlichen rund um Sportvorstand Tomas Zorn sowie der Sportdirektion mit Michael Wagner, Robert Urbanek und Manuel Takacs sei rege. Vor allem der Übergangsbereich zwischen U18 und Young Violets als auch zwischen Violets und Kampfmannschaft werde in naher Zukunft in den Fokus rücken. Vereinsintern möchte man hier so bald wie möglich die nächsten Schritte setzen. „Unsere Linie ist klar. Wir wollen die Spieler in ihren jeweiligen Entwicklungsschritten noch besser unterstützen, ihnen zu Transfers verhelfen, um finanziell wieder konkurrenzfähig zu werden.“ Der angepeilte Verkauf Ifeanyi Ndukwes an den FC Liverpool war dahingehend ein großes Ausrufezeichen. „Natürlich wollen wir Spielern helfen, ihre Träume zu verwirklichen. Das geht für uns aber mit großer Verantwortung einher. Das Drumherum - Schule, körperliche Entwicklung, das Pendeln zwischen zwei oder mehr Mannschaften - ist bei einem 17-jährigen ein völlig anderes als bei gestandenen Spielern. Wir müssen uns noch genauer anschauen, wann die Zeitpunkte passen, um den jeweils nächsten Schritt zu machen.“
Am Freitagabend (18:00 Uhr) nimmt die Uhlig-Elf in der Südstadt das Frühjahr in Angriff. Gegner Admira, aktuell Tabellen-Dritter, sei ein ordentlicher Brocken. „Eine eingespielte Elf, aber die Liga ist verrückt“, verweigert Uhlig jede Prognose. „Ich hoffe, dass wir mit der Erfahrung aus dem Herbst möglichst schnell in die Spur kommen. Inhaltlich sehe ich uns im Vergleich zur Sommer-Vorbereitung deutlich verbessert, das hat auch der Testspiel-Sieg gegen den FAC gezeigt. Wir werden weiterhin realistisch bleiben. Unsere Vorfreude, endlich wieder in den Wettkampfmodus überzugehen, ist riesig!“