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Auf die Veilchen wartet ein intensiver Februar. Im Trainingslager in Belek will sich das violette Frauenteam auf die zahlreichen Topspiele vorbereiten um bestmöglich ins Frühjahr zu starten. Im Violet Diary: Belek Edition bekommt ihr alle Infos und seid hautnah im Trainingslager mit dabei. Heute mit der ersten Kraft-Einheit, einem erfolgreichen Training am Platz und Team-Manager Niklas Pichler.
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Etwas später als noch am Vortag trafen sich die Veilchen am Sonntag-Morgen beim Frühstück. Der durchgehend bewölkte Himmel hinterließ eine leichte Trägheit, konnte der Motivation des Teams aber dennoch nichts anhaben.
So traf sich die erste Gruppe Spielerinnen um 10:50 Uhr im Gym, um das erste Kraft-Training in Belek zu absolvieren. Athletik-Trainer Mauro Vasile ließ keine Gnade walten und forderte die Spielerinnen in einer intensiven Einheit, die aber von allen mit Ansporn durchgeführt wurde. Auch der zweiten Gruppe, die eine Stunde später dran war, trieb es bei den vielfältigen Übungen den Schweiß aus den Poren.
© Lea Herold
Nach einem leckeren Mittagessen und einigen Stunden für Ruhe und Behandlung hieß es um 16:30 Uhr Abmarsch zum Training am Platz. Der Regen war zur Freude aller abgeklungen und so stand einem erfolgreichen, intensiven Training nichts mehr im Weg. Bei der ersten Einheit, in der das gesamte Team am Platz stand, wurde der Haupt-Augenmerk auf die positionspezifischen Aufgaben gelegt. Neben dem Frauenteam stand noch jemand anderes am Platz: das violette Medienteam hatte sich vom Trainingslager der Männer in Side nach Belek aufgemacht, um das Training fotografisch zu dokumentieren. Das Wetter blieb über beinahe zwei Stunden stabil, sodass das Team ohne nass zu werden wieder zurück ins Hotel kam.
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Trainingslager heißt nicht nur intensive Trainings, dahinter steckt auch eine Menge Organisation und Planung. Vor allem durch das unberechenbare Wetter müssen immer wieder neue Zeitpläne geschrieben und Planänderungen organisiert werden. Aufgaben, die Team-Manager Niklas Pichler täglich übernimmt. Was die Austria für ihn bedeutet ist ganz klar. „Die Austria ist praktisch mein Leben, auch wenn das immer ein wenig übertrieben klingt. Wenn man es aber anders formulieren will, dann war der Verein eigentlich schon immer ein fixer Bestandteil in meinem Leben. Durch meinen Vater bin ich seit der Geburt Austrianer und daher umso stolzer, nun selbst für die Austria arbeiten zu dürfen.“
Der 24-Jährige ist seit 2023 bei der Austria, besetzt außerdem seit Sommer 2025 ebenfalls die Stelle als administrativer Leiter der Frauenabteilung und hat große Ziele bezüglich Zuschauerzahlen und der Entwicklung des violetten Frauenfußballs. Einigen davon ist man bereits näher gekommen. So kamen allein in der Herbstsaison 2025/26 knapp 12.000 Fans zu den Heimspielen der violetten Frauen - mehr als doppelt so viele wie in der gesamten Saison 2024/25. Doch der Weg zu solchen Zahlen ist nicht immer einfach: „Der Frauenfußball bei der Austria ist noch jung, daher ist es sicherlich nicht immer einen leichte Aufgabe. Umso wichtiger ist es, dass sich das Ganze stetig weiterentwickelt, deshalb mache ich mir fast täglich Gedanken, wie wir z.B. mehr Fans ins Stadion bringen können. Der wichtigste Schritt ist dabei eigentlich, alle Fans zu motivieren, die noch nie bei einem Frauenspiel waren. Hat man es geschafft, dass ebendie zum ersten Mal dabei sind, dann sind die meisten so begeistert, dass sie automatisch immer wiederkommen wollen.“
Auch wenn die Entwicklung der letzten Jahre äußerst positiv ist, hat Pichler große Vorstellungen für die Zukunft: „Mein nächstes Ziel ist es auf jeden Fall die Nord-Tribüne bei einem unserer nächsten Heimspiele zu füllen. Und wenn ich ganz groß träumen darf, dann wünsche ich mir natürlich irgendwann mal ein volles Stadion für unsere violetten Frauen.“