Zum Hauptinhalt springen
Frauen | 27.01.2026

Violet Diary: Belek Edition, Tag 4 im Trainingslager

Auf die Veilchen wartet ein intensiver Februar. Im Trainingslager in Belek will sich das violette Frauenteam auf die zahlreichen Topspiele vorbereiten um bestmöglich ins Frühjahr zu starten. Im Violet Diary: Belek Edition bekommt ihr alle Infos und seid hautnah im Trainingslager mit dabei. Heute mit einer wetterbedingten Trainingsunterbrechung, Kraft-Training und Athletik-Trainer Mauro Vasile.

Titelbild TL Tag 4

© Lea Herold

Bereits fünf Tage ist es her, dass die violetten Frauen das winterliche Wien hinter sich gelassen haben. Wenngleich die Temperaturen etwas milder in Belek sind, so sind die Wetterverhältnisse dennoch auch hier in der Türkei nicht immer ideal. Ein heftiger Wind, sowie Blitz und Donner ließen bereits am Montag-Abend erahnen, dass der Dienstag nicht unbedingt sonnig werden würde. Doch zunächst schien der Wettergott auf der Seite der Veilchen zu stehen.

Läufe Frauen

© Lea Herold

Regen und Hagel sorgen für kurze Trainingsunterbrechung

Als das Team am Vormittag zum Training am Platz aufbrach, hatte der Regen nachgelassen und bis auf einige Windböen waren die Bedingungen perfekt für ein gutes Training. Das Warm-Up begann und zunächst lief alles nach dem Plan, den das Trainerteam am Vorabend noch ausgearbeitet hatte.

Doch plötzlich befand sich die dunkle Regenwolke, die zuvor noch einige Kilometer entfernt verweilt hatte, direkt über dem Trainingsplatz der Austria. Innerhalb von Minuten wurde aus den vereinzelten Regentropen ein starker Hagel-Regen, der die Veilchen zu einer Unterbrechung zwang. Nach einer kurzen Verschnaufpause, in der alle das Ende des Regens abwarteten, ging es zurück auf den Platz. In der restlichen Einheit wurden an diesem Vormittag vor allem taktische Inhalte und Spiel im Ballbesitz trainiert. 

Mauro Vasile

© GEPA

Am Nachmittag stand dann erneut eine Kraft-Einheit an. Heute wurde vor allem die Explosivkraft trainiert und der Fokus zusätzlich auf den Oberkörper gelegt. Athletik-Trainer Mauro Vasile weiß, wie wichtig solche Einheiten neben den Trainings am Platz sind. "Die Kraft-Einheiten sind ein konstanter Punkt in unserem Trainingsplan. In einer Woche mit einem Spiel geht es für die Spielerinnen normalerweise immer zwei Mal in die Kraftkammer. Diese Trainings sind nicht nur für die Leistungssteigerung wichtig, sondern stellen ebenfalls einen enorm fundamental Beitrag für die Verletzungsprävention dar.". Vasile kam 2022 zur Austria und war zunächst bei den Young Violets tätig, bevor er ein halbes Jahr später zum Frauenteam wechselte. Seit August arbeitet er nebenbei als Analyst beim Frauen-Nationalteam.

Bei den Trainings der violetten Frauen verfolgt er einen genauen Plan. "Einmal im halben Jahr führen wir verschiedene Kraft-Tests durch. Basierend auf den Ergebnissen können wir dann auch individuelle Trainingspläne aufstellen und so bestmöglich auf die einzelnen Bedürfnisse und Schwächen der Spielerinnen eingehen. Zusätzlich gibt es wöchentlich verschiedene Kraft-Monitorings, die wir mithilfe verschiedener VALD-Geräte ausführen."

"Wir können körperlich mittlerweile mit einer gestandenen CL-Mannschaft mithalten."

Neben den Einheiten in der Kraftkammer ist der 28-jährige Südtiroler ebenfalls für die Trainings der konditionellen Fähigkeiten der Spielerinnen verantwortlich. Seitdem er bei der Austria ist, hat sich viel im Bereich der Fitness und Ausdauer getan. "Als das jetzige Trainerteam vor einigen Jahren bei der Austria begonnen hat, war es ein großes Ziel die Fitness und Ausdauer der Spielerinnen zu verbessern. Ich habe das große Glück, dass wir sehr eng im Trainerteam zusammenarbeiten und alle mir gegenüber ein gewisses Vertrauen mitbringen. Nur so können wir die hohe Intensität der Trainings durchziehen und mit der Belastungssteuerung alles regeln. Man kann klar sehen, dass wir uns in diesen Bereichen enorm verbessert haben. Vor allem die internationalen Spiele haben gezeigt, dass wir körperlich beispielsweise mit einer gestandenen Champions League Mannschaft wie Paris FC mithalten können. Und auch im Rück-Duell gegen Slavia Prag konnte man sehen, dass unsere Spielerinnen kein Problem damit haben 120 Minuten durchzuspielen, während gegnerische Spielerinnen teilweise bereits mit Krämpfen am Boden lagen."