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Auf die Veilchen wartet ein intensiver Februar. Im Trainingslager in Belek will sich das violette Frauenteam auf die zahlreichen Topspiele vorbereiten um bestmöglich ins Frühjahr zu starten. Im Violet Diary: Belek Edition bekommt ihr alle Infos und seid hautnah im Trainingslager mit dabei. Heute mit einer dem Team-Building am Nachmittag und dem Physioteam.
© Lea Herold
Der Mittwoch begann in Belek, wie auch die anderen Tage zuvor. Um kurz nach acht trudelten die ersten Spielerinnen beim Frühstücksbuffet ein, bis um etwa 9:00 Uhr alle Plätze der Veilchen besetzt waren. Langsam ließ sich die Intensität des Trainingslagers in den Gesichtern ablesen, so blickte das eine oder andere Augenpaar noch etwas verschlafen auf den Teller vor sich.
Dennoch stand auch heute eine Trainingseinheit auf dem Programm. Wie immer um 10:30 Uhr fuhr der Bus pünktlich vom Hotel ab und brachte die Spielerinnen zum Platz. Das Trainerteam war bereits vorher abgefahren, um die ersten Übungen aufzubauen und wartete geduldig auf die Veilchen, die um kurz vor elf ankamen. Bei leichtem Nieselregen gaben die Spielerinnen im Standardtraining wieder alles.
© Lea Herold
Nach einem leckeren Mittagessen hieß es für die meisten kurz ausruhen, während Lotta Cordes, Jasmin Pal und Elli Pfattner sich im großen Besprechungsraum zusammensetzten. Das Trio hatte die Aufgabe übernommen, das Teambuilding zu planen. Dafür kam das ganze Team um 16:00 Uhr zusammen, um sich während der nächsten zwei Stunden aufgeteilt vier Teams zu duellieren. Nach sieben verschiedenen Spielen wie z.B. Ballon-Marathon, Schätz-Duell oder Lieder-Gurgeln stand das Sieger-Team schließlich fest. „Die Tabellenführer“ bestehend aus Courtney Strode, Sophie Hejda, Lena Triendl, Emma Goetz, Tatjana Weiss, Niklas Pichler, Max Paukner und Hannah Klebel gewann mit zwei Punkten Vorsprung.
Die restliche Zeit vor dem Abendessen nutzten einige um noch einmal auf ihre Zimmer zu gehen, für andere ging es in den Physio-Raum. Hier warteten bereits Alina Waldecker, Violetta Herunter und Hannah Klebel, deren goldenen Hände die Spielerinnen heuer im Trainingslager behandeln. Das Physio-Team wird von Dana Stangl vervollständigt, die derzeit in Wien die Reha mit Antea Batarilo und Alex Wölkart betreut.
© GEPA
Die Arbeit des Physioteams ist vielfältig. Während die Aufgaben, die im Physioraum vor und nach dem Training durchgeführt werden, meistens aus Tapen, mobilisierenden Techniken sowie regenerative Maßnahmen zur Erholung bestehen, stehen die vier auch immer wieder am Platz. In der On-Field-Reha versuchen sie die Spielerinnen nach Verletzungspausen soweit fit zu machen, um sie wieder ins Teamtraining einzugliedern.
Waldecker ist seit Sommer 2022 bei der Austria und hat über die vergangenen Jahre eine klare Entwicklung bemerkt. „Wenn man die Zeit, seit ich bei der Austria bin, betrachtet, dann sieht man ganz klar, dass wir durch die gute prophylaktische Arbeit die Verletzungsanzahl deutlich reduzieren konnten. Das liegt auch daran, dass wir immer ganz klare Rücksprachen mit dem Trainerteam halten. Egal ob im Training oder im Spiel - das wichtigste ist wirklich immer das Zusammensprechen und daraus folgend auch die Berücksichtigung der einzelnen körperlichen Möglichkeiten. Natürlich steht die Leistung im Vordergrund, aber wir wollen die Gesundheit nie zu kurz kommen lassen, sodass Verletzungen so selten wie möglich zustande kommen können.“
Neben der prophylaktischen Arbeit, die im Team geleistet wird, sieht Waldecker weitere Gründe für die gleiche Anzahl an Verletzungen: „Wir haben mittlerweile viel mehr Betreuungsmöglichkeiten. Schon etwa durch das Game-Ready oder die regelmäßigen Kraftmessungen - all diese Faktoren tragen dazu bei, dass wir versuchen unsere Spielerinnen immer bestmöglich zu betreuen.“