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Sanel Šaljić brachte die Veilchen vor der Pause mit einem Kopfball auf die Siegerstraße, ein weiterer von Tin Plavotić sorgte für die Entscheidung. Die Gastgeber hatten zwar mehr Ballbesitz, blieben offensiv jedoch ungefährlich. Die Austria bleibt somit in dieser Saison in den Derbys gegen Rapid ungeschlagen und zieht am Stadtrivalen vorbei.
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Ohne Änderung in seiner Startelf ging Cheftrainer Stephan Helm in das letzte Derby der Saison. Zwei Siege und ein Unentschieden standen auf Seiten der Veilchen bisher zu Buche.
Rapid musste auf den gesperrten Matthias Seidl verzichten, für ihn rückte Lukas Grgic in die Mannschaft. Zudem ersetzte Trainer Johannes Hoff Thorup Ange Ahoussou und Ercan Kara durch den wieder spielberechtigten Nenad Cvetković und Andreas Weimann in der Startformation.
Das 350. Wiener Derby begann abwechslungsreich, Johannes Eggestein tauchte vor Niklas Hedl auf, wurde aber von Cvetković am Abschluss gehindert (3.). Samuel Şahin-Radlinger war bei einem Abschluss von Petter Nosa Dahl hellwach und fischte den Ball aus dem kurzen Eck (4.). Die 2.300 mitgereisten Veilchen durften schon in der 9. Minute erstmals jubeln: Nach einer punktgenauen Flanke von Manfred Fischer von der rechten Seite setzte sich Sanel Šaljić im Zentrum durch und köpfelte den Ball sehenswert über Hedl hinweg zur 1:0-Führung in die Maschen - der erste Bundesliga-Treffer des jungen Austrianers.
Jannes Horn schoss in der 23. Minute neben das Tor, musste kurz darauf verletzungsbedingt das Feld verlassen. Aleksandar Dragović sah Gelb und fehlt damit in der letzten Runde gegen den LASK gesperrt. Šaljić hatte nach einem gut vorgetragenen Konter erneut etwas Platz, wurde aber von Cvetković abgedrängt (30.). Ein Kopfball von Janis Antiste ging knapp am Tor vorbei (34.). Nach einer Balleroberung von Philipp Maybach an der Mittellinie kam Eggestein zur nächsten Torchance, stand beim Zuspiel jedoch knapp im Abseits (40.). Mit der knappen, aber verdienten Führung ging es in die Kabinen.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit versuchten die Hausherren das Spiel zu machen, gefährlich wurden sie aber nicht. Stephan Helm wechselte doppelt: Johannes Handl und Kelvin Boateng kamen für Philipp Wiesinger und Sanel Šaljić in die Partie. Bei einem tollen Fernschuss von Maybach musste sich Hedl gehörig strecken (59.). Kurz darauf zog Eggestein ab, der Schuss wurde zum Corner abgelenkt. Den Eckball brachte Taeseok Lee zur Mitte und Tin Plavotić beförderte die Kugel ins Tor - 0:2 in der 60. Minute.
Die Austria überließ den Grün-Weißen weiterhin den Ball und lauerte auf schnelle Gegenstöße, einen Schuss von Fischer parierte Hedl (76.). Vasilije Marković und Florian Wustinger ersetzten Maybach und Eggestein, zehn Minuten waren noch auf der Uhr.
Şahin-Radlinger bewahrte die Veilchen gegen den eingewechselten Yusuf Demir vor einem Anschlusstreffer (89.), Ifeanyi Ndukwe feierte in der Nachspielzeit sein Debüt für die violetten Profis. Am Spielstand änderte sich nichts mehr, die Austria gewann souverän mit 2:0 im Westen Wiens und übernahm den vierten Tabellenrang vom Stadtrivalen.
Rapid: Hedl; Schöller (65. Y. Demir), Cvetković, Raux-Yao; Bolla, Amane, Grgic (82. Gulliksen), Horn (25. Wurmbrand); Antiste (65. Kara), Weimann, Dahl
Austria: Şahin-Radlinger; Wiesinger (56. Handl), Dragović, Plavotić; Ranftl, Maybach (80. Wustinger), Barry (90.+3 Ndukwe), Tae-seok Lee; Fischer, Eggestein (80. Marković), Saljić (56. Boateng)
Tore: Saljić (9.), Plavotić (60.)
Gelbe Karten: Ranftl (19.), Dragović (27.)
Allianz Stadion, Schiedsrichter Julian Weinberger, 25.500 ZuschauerInnen