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Profis | 10.10.2026

Bittere 0:2-Heimniederlage gegen Sturm

Die Austria musste sich Sturm Graz in der 8. Runde der ADMIRAL Bundesliga mit 0:2 geschlagen geben. Ein Gegentreffer mit dem Pausenpfiff sowie ein nach Video-Studium verhängter Foulelfmeter kurz nach dem Seitenwechsel brachten die Steirer auf die Siegerstraße. Oumar Diakité avancierte mit einem Doppelpack zum Matchwinner für die Grazer. Auf der Gegenseite blieben den Veilchen trotz guter Möglichkeiten zählbare Erfolge verwehrt.

Johannes Eggestein ärgert sich im Spiel gegen Sturm Graz

© GEPA pictures

Austria-Trainer Stephan Helm nahm im Vergleich zum letzten Spiel vor der langen Länderspielpause, dem 2:2 gegen den GAK, drei Veränderungen in seiner Startelf vor: Der nach seiner Knieprellung wieder fitte Daniel Nnodim, Philipp Maybach sowie Sanel Šaljić rückten neu in die Anfangsformation, während die Teamspieler Taeseok Lee, Kelvin Boateng und Vasilije Marković diesmal nicht von Beginn an aufliefen. Taktisch agierte Johannes Eggestein als alleinige Spitze, dahinter sollten Manfred Fischer und Šaljić für offensive Akzente sorgen. Nnodim übernahm die rechte Außenbahn, Reinhold Ranftl wechselte auf die linke Seite. Maybach startete im Mittelfeldzentrum an der Seite von Valentino Müller.

Gäste-Coach Fabio Ingolitsch vertraute trotz zahlreicher Ausfälle weitgehend auf sein bewährtes 4-4-2-System und nahm lediglich zwei personelle Wechsel vor: Luis Balbo und Oumar Diakité begannen anstelle des gesperrten Jürgen Heil sowie von Axel Kayombo. Weil die Grazer auf die verletzten Leistungsträger wie Otar Kiteishvili und Gizo Mamageishvili verzichten mussten, bildete Diakité gemeinsam mit Simon Seidl das Sturmduo der Steirer.

Chancen auf beiden Seiten, aber Sturm ging mit dem Pausenpfiff in Führung

Bei toller Stimmung in einer gut gefüllten Generali-Arena hatte Sturm Graz die erste Top-Chance, Samuel Şahin-Radlinger rettete schon in der 5. Minute gegen den freistehenden Simon Seidl. Die erste Möglichkeit der Austria ließ allerdings auch nicht lange auf sich warten, Johannes Eggestein verfehlte mit einem Schuss aus der Drehung nach langem Pass von Aleksandar Dragović knapp sein Ziel (8.). Nach einem Eckball von Eggestein stieg Johannes Handl am höchsten, der Ball ging über das Tor (13.). Šaljić erzielte nach Flanke von Ranftl den vermeintlichen Führungstreffer, stand dabei aber deutlich im Abseits (16.).

Die nächsten fünfzehn Minuten verliefen etwas ruhiger, ehe die Steirer nach einem Freistoß von Seidl eine Kopfballmöglichkeit von Joshua Quarshie zu verzeichnen hatten (32.). Kurz darauf setzte Jon Gorenc Stanković den Ball nach einer Ecke über das Tor (34.). Şahin-Radlinger war bei einer Chance von Diakité zur Stelle, der Grazer stand dabei aber ohnehin im Abseits (37.). Nach einer schönen Kombination über Ranftl und Fischer setzte Šaljić zu einem Volley-Kracher an, der aber abgeblockt wurde (40.).

In den letzten Sekunden der Nachspielzeit ging der SK Sturm in Führung, Oumar Diakité traf nach Flanke von Luca Weinhandl per Kopf zum 0:1 (45.+1). Das bedeutete einen knappen Rückstand für die Veilchen zur Halbzeitpause.

Elfmeter entschied das Spiel zugunsten der Grazer

Zu Beginn der zweiten Hälfte kam Diakité nach einem Kontakt mit Ranftl im Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Walter Altmann entschied zunächst auf Schwalbe und Gelb für den Sturm-Spieler, revidierte nach Video-Studium seine Entscheidung, nahm die Gelbe Karte zurück und zeigte auf den Punkt. Diakité trat selbst an und traf sicher zum 0:2 (55.).

Nach einer Stunde wechselte Stephan Helm doppelt und stellte auf Viererkette um: Vasilije Marković und Julian Hettwer kamen für Philipp Maybach und Ibrahim Buhari ins Spiel. Jacob Hödl schoss über das Tor (66.), auf der anderen Seite verpasste Hettwer nach Zuspiel von Eggestein den so wichtigen Anschlusstreffer knapp (69.). Kurz danach scheiterte Seidl in zwei Aktionen gleich dreimal an Şahin-Radlinger (71.).  

Reinhold Ranftl kam nach einem Pass von Eggestein zu einem Abschluss aus kürzester Distanz, schoss drüber, bekam dabei aber von Hödl einen kräftigen Stoß in den Rücken - das Schiedsrichterteam sah allerdings keine Veranlassung für einen Elfmeterpfiff (76.). Taeseok Lee und Kelvin Boateng ersetzten Nnodim und Šaljić, ein Abschluss von Boateng kurz nach seiner Einwechslung wurde geblockt (82.). Manfred Fischer traf mit einem Kopfball das Außennetz und machte danach für Florian Wustinger Platz (85.). Lee schoss am Tor vorbei (89.), Hettwer hatte in der Nachspielzeit zwei Möglichkeiten, scheiterte aber ebenso (90.+1, 90.+4). Die letzte Chance des Spiels durch Kelvin Boateng entschärfte Khudyakov, die Austria musste sich Sturm Graz mit 0:2 geschlagen geben.    

Austria Wien - Sturm Graz 0:2 (0:1)

Austria: Şahin-Radlinger; Handl, Dragović, Buhari (64. Hettwer); Nnodim (80. Taeseok Lee), Maybach (64. Marković), Müller, Ranftl; Fischer (86. Wustinger), Šaljić (80. Boateng); Eggestein

Sturm: Khudyakov; Malić, Quarshie, Koller, Balbo; Hödl (86. Petrović), Weinhandl, Gorenc Stanković (79. Halwachs), Matoshi; Seidl, Diakité (64. Kayombo)

Tore: Diakité (45.+1, 55., Elfmeter)

Gelbe Karten: Nnodim (76.); Weinhandl (66.), Balbo (90.)

Generali-Arena, 14.351 Fans, Schiedsrichter Walter Altmann