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UWCL | 30.09.2026

Das ist unser Gegner: Inter im Porträt

Austria Wien empfängt am Donnerstag, den 1. Oktober um 18:45 Uhr Inter im Rahmen des zweiten Spieltages der Ligaphase der UEFA Women's Champions League im Franz-Horr-Stadion. Die Partie wird live auf Disney+ und auf ORF Sport+ übertragen. Lest hier, was ihr über die Nerazzurri wissen solltet.

Spielerinnen von Inter im Kreis vor einem Spiel

Der Football Club Internazionale Milano, oder einfach Inter, zählt mit Sicherheit zu den erfolgreichsten und renommiertesten Klubs der Welt. Die Nerazzurri, die Schwarz-Blauen, wurden am 9. März 1908 gegründet. Der Name Internazionale sollte dabei die Offenheit für Spieler aller Nationalitäten demonstrieren – und tut das auch bis heute. Am 23. Oktober 2018 übernahm der Klub die Lizenzrechte der A.S.D. Femminile Inter Milano und startete in der Saison 2018/19 in der Serie B.

Im Elfmeterschießen in die Champions League

Mit 21 Siegen und einem Remis stieg Inter ungeschlagen und auf Anhieb in die Serie A auf und spielte dort in den folgenden Jahren stets im Mittelfeld mit. 2024/25 gelang mit dem zweiten Platz hinter Juventus die erstmalige Teilnahme an der Qualifikation für die UEFA Women's Champions League, Inter scheiterte dort aber am SK Brann und spielte im UEFA Women's Europa Cup weiter.

Die letzte Saison beendete Inter wieder auf dem zweiten Platz, diesmal hinter der AS Roma, dem Ex-Klub von Carina Wenninger und Verena Hanshaw. In der Quali unterlagen die Italienerinnen dem VfL Wolfsburg – ehemaliger Arbeitgeber von Lotta Cordes – im Hinspiel noch mit 0:2, das Rückspiel vor eigenem Publikum entschied Inter aber mit 3:1 nach Verlängerung für sich und erzwang so ein Elfmeterschießen, das mit 5:4 für Inter ausging. Torhüterin Cecilía Rúnarsdóttir parierte den fünften Elfer der Wolfsburgerinnen, ehe Ivana Andrés Sanz den entscheidenden Elfmeter versenkte.

Die Nerazzurri zogen damit wie Austria Wien erstmals in die Ligaphase der UEFA Women's Champions League ein. Zum Auftakt vergangene Woche feierte Inter vor 943 Fans einen 1:0-Heimsieg gegen Häcken.

Haley Bugeja während eines Spiels

Haley Bugeja

Bugeja und Magull sorgen für Gefahr

Den allerersten Inter-Treffer in der UWCL erzielte die maltesische Nationalspielerin Haley Bugeja, die in der letzten Saison mit 17 Toren in 32 Spielen hinter der im Sommer zu Como abgewanderten Tessa Wullaert (18) die zweitbeste Schützin Inters war. Die 22-jährige Stürmerin besticht nicht nur durch ihre Beidfüßigkeit, sondern ist auch äußerst schnell und wendig.

Unter anderem mit Bällen versorgt wird Bugeja von der ehemaligen deutschen Nationalspielerin Lina Magull, die seit Jänner 2024 für Inter kickt. Die 32-Jährige zieht im Mittelfeld die Fäden und bringt neben jeder Menge Erfahrung auch einiges an Qualität mit. Zwei UWCL-Titel mit Wolfsburg sowie in Summe fünf deutsche Meisterschaften mit den Wölfinnen und Bayern München sprechen für sich. Dazu lief Magull bis März 2025 insgesamt 77 Mal für die deutsche Nationalmannschaft auf.

Inter-Trainer David Sassarini

Trainer David Sassarini

Coach Sassarini neu im Amt

Trainiert werden die Inter-Frauen seit Juli 2026 vom Italiener David Sassarini, der zuvor beim SSC Napoli an der Seitenlinie stand. Sechs seiner ersten acht Spiele konnte der 54-Jährige gewinnen, darunter auch ein 6:0 gegen seinen Ex-Klub. Neben der 0:2-Niederlage gegen Wolfsburg setzte es im Serie A Women's Cup auch gegen Juventus eine 0:1-Pleite. Der mit der UEFA-Pro-Lizenz ausgestattete Coach war vor seiner Station bei Napoli bei den Männern tätig. Ab September 2024 war er Co-Trainer beim türkischen Klub Fatih Karagümrük, ehe er von November bis Jänner 2025 selbst als Chef-Trainer verantwortlich war.

Inter startete erst vergangenes Wochenende in die Meisterschaft und feierte zum Auftakt in der Serie A einen 2:0-Heimsieg über die ACF Fiorentina. Lina Magull sorgte für den Führungstreffer, Brittany Raphino fixierte in der Nachspielzeit die drei Punkte. In den Wochen davor spielten die Nerazzurri neben der UWCL-Quali auch im 2025 eingeführten Ligacup, dem angesprochenen Serie A Women's Cup. In der Gruppenphase feierte Inter Siege gegen Parma (1:0), Napoli (6:0) und Lazio (3:1), im Halbfinale folgte dann die Niederlage gegen die späteren Siegerinnen von Juventus (0:1).