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349. Wiener Derby | 10.04.2026

Helm: „Unser Weg ist noch lange nicht zu Ende!“

Derby-Zeit in Wien-Favoriten! Am kommenden Sonntag (17:00 Uhr) empfangen die Veilchen den ewigen Rivalen aus Hütteldorf in der Generali-Arena. Das 349. Aufeinandertreffen der beiden Wiener Großklubs wird ohne Gäste-Fans über die Bühne gehen. Nur noch 500 Restkarten sind erhältlich. Geburtstagskind Stephan Helm, dessen Vertrag bis 2028 verlängert wurde, und Sportvorstand Tomas Zorn stellten sich bei der freitägigen Presse-Konferenz den Fragen der Medienvertreter. 

©GEPA-Pictures.com

Cheftrainer Stephan Helm über… 

...die guten Vertrags-Gespräche: 
„Austria Wien hatte immer Priorität für mich. Ich freue mich über das Vertrauen der Vereinsverantwortlichen und spüre gleichzeitig eine große Verantwortung. Mein Job ist ein Privileg, er hat mich zwar altern, aber auch meine Persönlichkeit wachsen lassen. Wir konnten in den letzten zweieinhalb Jahren einiges in die richtige Richtung lenken. Es war eine sehr intensive Zeit. Ich freue mich auf die Zukunft, wir haben viel vor, werden unsere Ambitionen weiter nach oben schrauben. Ich bin der Überzeugung, mit meinem Trainerstab und mit dieser Mannschaft eine besondere Gruppe rund um mich zu haben. Wir lernen durch Erfahrung. So gesehen hat die Austria ein besseres Trainer-Team verpflichtet als noch vor zwei Jahren. Wir sind noch lange nicht am Ende unseres Wegs angekommen.“ 

...das 349. große Wiener Derby:
„Derbies sind aber immer unabhängig von der Tabelle zu betrachten. Diese Atmosphäre gibt es in Österreich sonst nirgends. Es sind spezielle Spiele. Rapid hat Fortschritte gemacht, ist ein gut organisierter Gegner und ist unter dem neuen Trainer in den letzten Wochen deutlich stabiler geworden. Man erkennt, was sie spielen wollen und wir wissen, wie sie es anlegen. Aber wir konzentrieren uns lieber auf unser Spiel: Wir haben so viele Spieler in unseren Reihen, die viele Derbies bestritten haben. Es wird darum gehen, wie smart wir sind. Wir werden die richtige Schärfe benötigen.“ 

...seine Ambitionen mit dem Verein:
„Viele Dinge, die wir uns vor zwei Jahren vorgenommen haben, konnten wir umsetzen. Zwei davon waren wesentlich: Wir haben es beide Jahre in die Top-6 geschafft, zu denen wir uns dazuzählen. Das war kein Selbstläufer, ist uns aber jeweils sehr souverän gelungen. Parallel wollten wir die Mannschaft weiterentwickeln, wollten, dass sich unsere Spieler in die Auslage spielen. Letztes Jahr haben wir das mit Maurice Malone und Dominik Fitz gut genutzt. Auch für den kommenden Sommer sehe ich ein gutes Potential. Wir liegen sieben Runden vor Schluss nur einen Punkt hinter dem Zweiten. Auch Sturm ist in Reichweite. Im Vergleich mit dem LASK, Rapid, Sturm oder Salzburg sehen wir uns mit unseren Möglichkeiten klar in der Rolle des Herausforderers. Wenn ich mir allerdings unseren Kader anschaue, dann sehe ich großes Potential, noch einen Schritt weiter zu gehen. Wenn es uns gelingen sollte, einen guten Start in die neue Saison zu schaffen, dann ist einiges möglich.“ 

...die Spielverläufe gegen Sturm und den LASK:
„Wir sind mit breiter Brust nach Linz gefahren, steigen aus dem Bus mit der Erwartungshaltung, dort etwas mitzunehmen. Der Spielverlauf war dann extrem schmerzhaft. Wir hatten jetzt binnen kurzer Zeit zwei Spiele, in denen wir lange zu zehnt waren. Nach den roten Karten haben wir auch zwei Mal sofort das Gegentor bekommen. Wir konnten uns danach nicht mehr sammeln. Wir haben uns im Team ausgetauscht, wie wir das in Zukunft besser machen können.“ 
 

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FK Austria Wien vs. SK Rapid

Sonntag, 17:00 Uhr, Generali-Arena


Sportvorstand Tomas Zorn über… 

...Stephan Helms Vertrags-Verlängerung:
„Ich habe mich intensiv mit der Herangehensweise von Stephan Helm und seinem Trainerteam beschäftigt und zusätzlich die Expertise aller Sportverantwortlichen eingeholt. Wir freuen uns alle sehr, dass sich Stephan für die Verlängerung bis 2028 entschieden hat.“ 

...das anstehende Derby:
„Wir werden am Sonntag so rein gehen, wie wir in jedes Derby gehen, wollen die richtige Energie auf den Platz bringen. Es ist immer ein besonderes Spiel, man muss niemanden motivieren, eher bremsen. Ich gehe voller Vorfreude in die Partie. Wenn wir Stephans Matchplan umsetzen, glaube ich, dass wir erfolgreich sein können.“ 

...die langfristigen Pläne der Veilchen: 
„Klar, es gibt besser strukturierte, besser aufgestellte Vereine in Österreich. Wir arbeiten aber weiterhin hart an unserer Konkurrenzfähigkeit. Wir sind im Leistungssport, spielen nicht um die Belanglosigkeit. Wir wollen langfristig etwas erreichen, müssen aber in der Realität leben. Wir wollen die Kirche im Dorf lassen, junge Spieler entwickeln, uns nachhaltig aufstellen. Wir brauchen Qualität auf dem Platz, die wir mitunter vielleicht auch punktuell zukaufen müssen. Auch darum ging es in den Vertrags-Gesprächen mit Stephan Helm.“