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Zur Sonntags-Matinée (10:30 Uhr) reisen die jungen Violetten ins ferne Döbling, wo in der Naturarena Hohe Warte der First Vienna Football Club wartet. Veilchen-Coach Max Uhlig zeigt sich – nach zuletzt zwei Siegen en suite – mit den jüngsten Entwicklungen seiner Elf hochzufrieden, will fürs kleine Derby aber keine Prognosen abgeben: „Die Vienna ist mit einer klaren spielerischen Linie ins Frühjahr gestartet, wir wollen ihnen mit unserer Geschwindigkeit entgegentreten“.
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Es waren verdiente drei Punkte, die die Jungveilchen vergangenen Samstag mit dem 1:0-Erfolg über Hertha Wels aus dem Wiener Neustädter Ausweichstadion entführten. Goldtorschütze Philipp Hosiner hatte sich nach der Pause vom Elferpunkt nicht lumpen lassen, erzielte sein 8. Saisontor, das gleichzeitig Endstand einer nicht immer ansehnlichen Partie war. „Wir waren in vielen Aktionen zu unsauber“, sagte Uhlig im Anschluss. „In der ersten Hälfte hatten wir Kontrolle, aber keine Dominanz, kamen kaum in die Box. Nach der Pause konnten wir unseren Speed besser ausnutzen. Dem Elfer ging ein klares Foul voraus – der Sieg ging insgesamt in Ordnung.“
Die Personalsituation nötigte den Trainer gegen die Oberösterreicher zu einem gewissen Erfindergeist: Die Viererkette wurde wieder ad acta gelegt, Osman Abdi gab streckenweise den Zehner, Marco Brandt und Flo Wustinger kamen jeweils auf 30 Minuten. „Für uns geht es weiterhin darum, Spieler auf individueller Ebene besser zu machen. Wir haben gegen Wels wieder einiges ausprobiert. Die Ergebnisse zeigen, dass wir voll wettbewerbsfähig sind, das gibt den Spielern natürlich Extra-Motivation.“
Dass man sich nach 19 Runden nur zarte 5 Zähler hinter Tabellenführer Amstetten wiederfinden würde, war so eher nicht einkalkuliert. „Wir haben schon seit Längerem einen Lauf, wo wir unsere Erwartungen teilweise selbst übertreffen. Es ist für jedermann sichtbar, wie viel Positives bei uns passiert. Um diesen Lauf auch weiterhin zu genießen, dürfen wir uns nicht ablenken lassen. Diesen Eindruck hab‘ ich bei meinen Spielern aber nie. Es sind über die Jahre untereinander viele Freundschaften entstanden – am Platz selbst nehmen aber alle den Konkurrenzkampf an.“
Am Sonntag wartet das Städteduell mit Tabellennachbar Vienna auf der Hohen Warte. Die immer sichtbarer werdende Spielidee der Döblinger ringt Uhlig Respekt ab: „Das Projekt ist auf Sicht auf Aufstieg ausgelegt. Das merkt man anhand ihrer Kaderzusammenstellung. Durch den Trainerwechsel im Herbst wurde wieder ein anderer Fußball praktiziert, unter Hansi Kleer eine klare spielerische Linie verfolgt. Sie haben in der Winterpause personell ordentlich nachgerüstet, dementsprechend gut waren ihre bisherigen Auftritte.“ Wer Lustenau auswärts 3:0 abfertigt sei jedenfalls nicht in der Underdog-Rolle. Wie man den formstarken Blau-Gelben begegnen will? „Sie mögen keine Gegner, die schnell unterwegs sind. Mit unserem Speed und unserer Geschlossenheit können wir dort etwas mitnehmen!“
Valentin Toifl wird am Sonntag in den Spieltagskader zurückkehren. Filip Lukić absolvierte seine erste volle Trainingswoche, ist fürs kleine Derby aber noch kein Thema. Nicola Wojnar könnte in der Länderspielpause wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Bei Konsti Aleksa dürfte es nicht so schlimm sein wie ursprünglich befürchtet, er könnte bereits kommende Woche wieder auf den Platz zurückkehren. Durch die Gelb-Sperre von Tae-Seok Lee rückt Matteo Schablas in den Profi-Kader auf, Dejan Radonjić und Ifeanyi Ndukwe werden Kaderplätze tauschen.