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Die Jungveilchen entscheiden auch das zweite Derby der Saison für sich und bezwingen den ewigen Stadtrivalen aus Hütteldorf knapp, aber hochverdient 1:0. Die Gäste agierten bereits nach 9 Minuten in Unterzahl, ließen vor der Pause zwei Sitzer aus. Kurz nach Seitenwechsel traf Fabian Janković nach schönem Solo zur Führung, die gleichzeitig den Endstand markierte. In der Tabelle verbleiben die Violets auf Rang 6.
©Anne Sophie Danner-Fellinger
Derby-Time! So hieß es am Freitabend in Wien-Favoriten. Die Jungveilchen empfingen die Zwaara-Panier des SK Rapid in der Generali-Arena zum Duell Sechster gegen Elfter. Im Vergleich zur Dienstags-Niederlage bei der Admira veränderte Trainer Max Uhlig seine Elf gleich auf mehreren Positionen. Durch die Gelb-Sperre von Dominik Nišandzić wurde Vaso Marković (ebenso wie Romeo Mörth) für das Sonntags-Duell mit dem LASK in die Kampfmannschaft hochgezogen. Für die beiden rückten Fabi Janković und Osman Abdi in die Mittelfeldzentrale. Felix Fischer gab den Innenverteidiger neben Ify Ndukwe, Willi Vorsager sollte als Sechser vor der Abwehr für die nötige Ruhe sorgen, David Ewemade startete anstelle von Marcel Stöger.
Die Veilchen waren von Beginn an hellwach – und alsbald auch in Überzahl. Ndukwes weiter Pass wurde von Ewemade weitergeleitet, Konsti Aleksa luchste Muharemović die Kugel ab und wurde knapp vorm Strafraum gelegt. Schiedsrichter Baumann schickte den Rapid-Verteidiger mit glatt Rot unter die Dusche (9.). Der fällige Freistoß wurde von Orgler entschärft. Nach einer Viertelstunde meldeten sich die Hütteldorfer einmal, doch Djezić stand vor seinem vermeintlichen Führungstreffer im Abseits (15.).
In Violett war man danach den Hauch organisierter, fokussierter. Hosiners Kopfball strich nur knapp am Kasten vorbei (18.), ein Janković-Weitschuss verfehlte das Tor (25.). Es folgte eine intensive, aber ereignisarme Viertelstunde, die kaum Nennenswertes bot. In der Schlussphase der ersten Hälfte verletzte sich Konsti Aleksa bei einem gekonnten Tackling, Hasan Deshishku ersetzte ihn (41.). Dann, kurz vor der Pause, meldeten sich die Hütteldorfer gleich doppelt aus der Deckung: Nach einer Unachtsamkeit scheiterte Djezić am herauseilenden Jusic (44.), dann ließ Ekereokosu alleine vorm Tor die Führung liegen (45.).
Nach Seitenwechsel adaptierte Uhlig nach, wies Hosiner eine kreativere Rolle zu, während Deshishku und Ewemade (später Stöger) den Doppel-Sturm bildeten. Das sollte sich postwendend bezahlt machen: Fabian Janković wurde nicht attackiert, ließ am Strafraum einen Verteidiger stehen und traf nach 50 Minuten platziert ins lange Eck. Nachdem man sich zwischenzeitlich im Verwaltungsmodus befand, hatte Matteo Schablas (nach Janković-Flanke) eine mögliche Vorentscheidung am Fuß, sein Volley ging aber knapp drüber (67.).
Die Uhlig-Elf wusste ihre Überzahl geschickt auszunutzen und ließ bis auf einen Musić-Freistoß (71.) kaum etwas zu, Orgler verhinderte das 0:2, indem er einen Janković-Freistoß aus der Kreuzecke fischte (88.). Es blieb beim knappen, aber höchstverdienten 1:0, dem zweiten Derby-Sieg der laufenden Saison. In der Tabelle bleiben die Violets weiterhin auf Rang 6, halten nach 18 Runden bei 27 Punkten.
YOUNG VIOLETS – SK RAPID II 1:0 (0:0)
Tore: Janković (50.)
Rote Karte: Muharemović (9./Rapid II)
YOUNG VIOLETS: Jusić; Nnodim, Ndukwe, Vorsager, Fischer; Abdi (74.Wustinger), Janković; Schablas, Ewemade (57.Stöger), Aleksa (41.Deshishku), Hosiner ©.
SK RAPID II: Orgler; Roka, Muharemović, Gröller (46.Brunnhofer), Mahiya (84.Stehrer), Badarneh ©, Musić, Szladits, Djezić (59.Berger), Ekereokosu (59.Velimirovic), Moizi (59.Nzogang).
Generali-Arena, Schiedsrichter Manuel Baumann, 607 Besucher/innen