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UWCL | 28.10.2026

Das ist unser Gegner: Juventus im Porträt

Austria Wien empfängt am Donnerstag, den 29. Oktober um 18:45 Uhr im Rahmen des dritten Spieltages der Ligaphase der UEFA Women's Champions League den italienischen Topklub Juventus im Franz-Horr-Stadion. Die Partie wird live auf Disney+ und auf ORF Sport+ übertragen. Lest hier, was ihr über die Bianconeri wissen solltet.

Startelf von Juventus im UWCL-Spiel gegen Häcken

Linnea Rheborg - UEFA/UEFA via Getty Images

La Vecchia Signora. La fidanzata d'Italia. Le Zebre. I Bianconeri. Ein Klub, viele Spitznamen. Aber ob es nun Alte Dame, Italiens Liebling, die Zebras oder ganz einfach die Schwarz-Weißen heißt, Juventus ist nicht nur der erfolgreichste Fußballverein Italiens, sondern auch einer der größten dieser Welt. Der Juventus Football Club – im Gegensatz zu Austria Wien ist der Ort Turin nicht Bestandteil des Klubnamens – wurde 1897 von 13 Schülern des Massimo-d’Azeglio-Gymnasiums gegründet. Juventus bedeutet im lateinischen Jugend.

Der Klub engagierte sich ab 2015 im Frauenbereich, unter anderem wegen einer Regel der Federazione Italiana Giuoco Calcio, dem italienischen Fußballverband, vorerst aber nur im Nachwuchsbereich, ehe am 1. Juli 2017 offiziell eine Frauenabteilung gegründet wurde. Nach der Übernahme der Lizenz der ASD Cuneo Calcio startete die Alte Dame dann direkt in der Serie A. Und wie: Juventus holte auf Anhieb den Meistertitel und verteidigte diesen fünf Jahre lang, bis inklusive der Saison 2021/22. Dazu kamen im selben Zeitraum zwei Titel in der Coppa Italia und drei Siege in der Supercoppa Italiana.

Alba Redondo bejubelt mit ihren Teamkolleginnen ein Tor

Alba Redondo (blaue Schuhe) bejubelt mit ihren Teamkolleginnen ein Tor

Linnea Rheborg - UEFA/UEFA via Getty Images

Titel im Ligacup verteidigt, Fehlstart in der Liga

2022/23 musste sich Juve erstmals mit dem zweiten Platz zufriedengeben, holte aber erneut den italienischen Pokal. Nach einem weiteren Vizemeistertitel folgte 2024/25 der sechste Meistertitel, ehe in der vergangenen Saison "nur" der dritte Rang hinter der AS Roma und Inter herausschaute.

Seit 2025 wird in Italien noch vor der Meisterschaft der Serie A Women's Cup ausgetragen. Ein klassischer Ligapokal, bei dem zunächst in drei Gruppen zu je vier Teams die vier Halbfinalisten ausgespielt werden, bevor es ins Finale geht. Juventus marschierte durch die Gruppenphase, setzte sich im Anschluss auch gegen Inter (1:0) und die Roma (4:2 im Elfmeterschießen) durch und sicherte sich wie im Vorjahr den ersten Titel der Saison.

Ende September feierten die Bianconeri zum Auftakt der Serie A einen 3:1-Heimsieg über Napoli, seither setzte es allerdings drei Niederlagen am Stück – erstmals in der Klub-Geschichte. Erst gegen die AC Milan (1:2) und Como 1907 (2:4), die man im Women's Cup zuvor noch beide besiegen konnte, sowie am vergangenen Wochenende gegen die Roma (2:5). Nach vier Runden rangiert Juve auf dem neunten Tabellenplatz der Serie A.

Besser lief es in der Champions League, wo auf eine knappe 1:2-Niederlage am ersten Spieltag der Ligaphase gegen Benfica ein klarer 3:0-Auswärtssieg bei BK Häcken folgte. In der Qualifikation zur UWCL schaltete Juventus SCU Torreense (2:1) und Hammarby IF (3:1) aus.

Emma Stølen Godø und Larissa Rusek Rücken an Rücken

Emma Stølen Godø und Larissa Rusek

Sara Cavallini - UEFA/UEFA via Getty Images

Weltmeisterin Redondo & Wienerin Rusek

Die Spanierin und aktuelle Weltmeisterin Alba Redondo ist mit acht Toren in 14 Spielen wettbewerbsübergreifend die beste Schützin der Italienerinnen, gefolgt von Remina Chiba (5) und Tatiana Pinto (4). Kapitänin der Alten Dame ist tatsächlich die älteste Dame im Kader, Martina Rosucci. Die 34-jährige Mittelfeldspielerin kickt seit der Gründung 2017 bei Juventus und übernahm das Amt 2025 von Sara Gama, die nach ihrem Karriereende direkt in die Hall of Fame des Klubs aufgenommen wurde.

Mit Larissa Rusek steht bei Juve zudem eine Österreicherin unter Vertrag. Die Torhüterin schaffte über den USV Neulengbach und den 1. FC Nürnberg im Jänner 2026 den Sprung nach Turin. Nach sechs Einsätzen in der letzten Saison stand die 21-Jährige in der laufenden Spielzeit ebenfalls sechs Mal im Tor, darunter bei vier der fünf Spielen im Women's Cup, in dessen Finale gegen die Roma sie zum MVP gewählt wurde.

Auch im Kader der Veilchen weht etwas Schwarz-Weißer Wind mit: Elisa Pfattner schaffte 2020 den Sprung aus Südtirol in die Akademie von Juventus und wurde auch recht bald ins erste Team hochgezogen. 2023 folgte der leihweise Wechsel nach Neulengbach und 2025 schließlich der fixe Transfer zu Austria Wien.

Juventus-Chefcoach Isaac Guerrero beim Interview

Juve-Chefcoach Isaac Guerrero

Linnea Rheborg - UEFA/UEFA via Getty Images

Coach Guerrero: Früh übt sich

Trainer der Schwarz-Weißen ist der Spanier Isaac Guerrero, der eine interessante Vita aufzuweisen hat. Der heute 49-Jährige startete seine Trainerkarriere 1994 im Alter von nur 18 Jahren beim katalanischen Klub UE Sant Fost und arbeitete später bei UDA Gramenet, jeweils als Chef-Trainer. Von 2003 bis 2009 stand er im Staff des RCD Espanyol, ehe er ab 2010 beim FC Barcelona unter anderem als Technischer Direktor der Barça Football School engagiert war.

2021 übernahm Guerrero die Leitung der Akademie des Venezia FC und war parallel Co-Trainer von Mauricio Pochettino beim US-amerikanischen Nationalteam der Männer. Anfang Juli wurde er als Chef-Trainer bei Juventus vorgestellt.

2018/19

Aus in der 1. Runde vs. Brøndby IF 2:3 (Hinspiel: 2:2, Rückspiel: 0:1)

2019/20

Aus in der 1. Runde vs. FC Bacelona 1:4 (0:2, 1:2)

2020/21

Aus in der 1. Runde vs. Olympique Lyon 2:6 (2:3, 0:3)

2021/22

Aus im Viertelfinale vs. Olympique Lyon 3:4 (2:1, 1:3)

2022/23

Aus in der Gruppenphase mit Platz 3 (9 Punkte) hinter Arsenal (13) und Olympique Lyon (11)

2023/24

Aus in der 1. Qualifikationsrudne vs. Eintracht Frankfurt 1:1, 4:5 i.E.

2024/25

Aus in der Gruppenphase mit Platz 3 (6 Punkte) hinter Arsenal (15) und Bayern München (13)

2025/26

Aus im Playoff nach Platz 8 in der Ligaphase gegen den VfL Wolfsburg 2:4 (2:2, 0:2)