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Profis | 15.05.2026

Helm: „Wollen dem LASK Paroli bieten!“

Am Sonntagnachmittag (14:30 Uhr) steigt der Saison-Showdown in der längst ausverkauften Generali-Arena. Die Ausgangslage könnte brisanter kaum sein: Die Austria könnte Platz 3 erreichen, hat Platz 4 in der eigenen Hand. Gegner ist Tabellenführer LASK, der sich im Fernduell mit Sturm Graz den großen Titelkampf liefert und erstmals seit 1965 über die Meisterschaft jubeln möchte. Cheftrainer Stephan und Sanel Šaljić stellten sich im Rahmen der freitägigen Pressekonferenz den Fragen der Medienvertreter.

©GEPA-Pictures.com

Die Ausgangslage der Veilchen kurz erklärt: 

Im Falle von Tabellen-Platz 3 würden die Veilchen in Q3 der UEFA Europa League starten. Der 4. Platz reicht nur zu Q2 der UEFA Conference League. Der worst case wäre freilich ein Rückfall auf Platz 5. Dieser würde den Veilchen ein Playoff gegen den Sieger aus 7. gegen 8. Bescheren (Playoff-Termine: Freitag, 22.5., 19.30 und Montag, 25.5., 17:00), der Sieger dieses Playoffs würde ebenfalls in Q2 der Conference League starten. 

 

Stephan Helm über... 

...Gegner LASK:
„Mit dem LASK kommt das formstärkste Team der Liga. Sie sind eine sehr komplette Mannschaft, nach Standards und im Ballbesitz sehr stark. Wir spielen aber selbst noch um interessante Ränge mit, dementsprechend erwarte ich zum Abschluss der Saison noch einmal ein richtiges Top-Spiel.“  

...die geplante Spielweise: 
„Grundsätzlich sind wir dafür bekannt, mit offenem Visier zu spielen. Entweder gewinnen wir oder wir verlieren. Wir wollen die positive Grundstimmung mitnehmen, zum Abschluss mit unseren Fans im Rücken eine gute Leistung bringen. Wir haben uns diese Ausgangslage erarbeitet, entsprechend mutig wollen wir sein.“ 

...die Stärken von Sanel Šaljic:
„Sanel spart keine Meter, ist im Strafraum präsent. So passieren Tore. Normalerweise hatten wir ein glückliches Händchen mit Aufstellungen. In der Meistergruppe waren wir dann nicht mehr unmittelbar vom Glück verfolgt. Es war also die richtige Entscheidung, Sanel das Vertrauen zu schenken, umso schöner wenn er die Mannschaft mit einem Tor belohnt.“  

...den Saisonverlauf:
„Wir hatten über die gesamte Saison eine positive Grundstimmung, weil wir immer wieder dafür sorgen, dass wir, gemeinsam mit unseren Fans im Rücken, Siege feiern. Und weil wir in der Tabelle immer wieder an interessanten Rängen kratzen. Aus der Position heraus, aus der wir als Mannschaft und Verein agieren müssen, schlagen wir uns richtig gut. Das ist uns auch heuer immer gut gelungen und mündet jetzt in einem Entscheidungsspiel, wo wir mittendrin sind. Das beweist den positiven Trend, den wir geschaffen haben. Parallel zu den guten Ergebnissen wollen wir aber auch die Mannschaft weiterentwickeln. Wenn ich schaue, wie stabil wir auftreten, wie wir jüngeren Spielern die Plattform bieten, sich zu entwickeln, dann gelingt uns der Spagat sehr gut. Es macht Spaß, Teil dieses Ganzen zu sein.“ 

...die Gelbsperre von Aleksandar Dragović: 
„Es ist kein Geheimnis, dass Drago eine wichtige Rolle in der Mannschaft spielt. Wir haben auf dieser Position aber gutes Personal, haben auch in anderen Konstellationen gezeigt, dass wir gut performen können. Ich habe großes Vertrauen in jene Spieler, die den Drago ersetzen werden. Ich glaube, es ist für uns ein zusätzlicher Ansporn, uns ohne Drago beweisen zu wollen.“ 

...die starke Kaderstruktur des LASK:
„Man muss Didi Kühbauer und seiner Mannschaft großen Respekt zollen. Das Potential, das sie haben wurde gut ausgeschöpft. Wenn man sich im Detail mit dem LASK beschäftigt, merkt man, dass alles auf Performance ausgerichtet ist. Goalie Jungwirth ist mit 22 Jahren der Jüngste, der Rest bewegt sich zwischen 23 und 29 Jahren. Wir verfolgen einen etwas anderen Ansatz. Mit Sasa Kalajdzić und Sascha Horvath haben sie zwei Österreicher in ihren Reihen, die momentan am Peak ihrer Karriere sind. Auch die anderen Positionen sind stark besetzt. Unser Ziel ist, sie ihrer Stärken zu berauben. Wir müssen dafür im Kollektiv etwas mehr rausholen, um dem LASK Paroli zu bieten.“
 

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Austria Wien vs. LASK

32. Runde: Sonntag, 14:30 Uhr (ausverkauft)

 

Sanel Šaljić über...

...die aktuelle Formstärke:
„Ich glaube, die letzten beiden Spiele haben gezeigt, dass wir genug Selbstvertrauen haben. Was gibt es Schöneres, als mit zwei Siegen in die letzte Runde zu gehen und zu schauen, ob wir vielleicht sogar den dritten oder vierten Platz erreichen können. Wir wollen unsere Spielidee auf den Platz bringen. (...) Wir sollten die einzigen sein, die in unserem Stadion einen Meistertitel feiern. Wir werden alles dafür tun, um eine LASK-Meisterfeier zu verhindern.“ 

...seinen persönlichen Saisonverlauf:
„Ich bin im Sommer zurückgekommen, hab mich dann aber gleich verletzt. Durch gutes Training hat mir der Trainer das Vertrauen geschenkt. Mit dem Abgang von Fitzi wurde das Vertrauen natürlich größer. Danach hab‘ ich mich wieder verletzt, das war schon ein Rückschlag, ich wurde aber von allen im Verein unterstützt. Im Jänner kam das Bundesheer, wodurch ich ebenfalls Trainingsrückstand hatte. Ich hab‘ das aber alles aufgeholt und mir das Vertrauen wieder zurückerarbeitet. Am liebsten würd‘ ich jetzt noch ein bisschen weiterspielen. Wenn wir am Sonntag ein gutes Spiel machen, können wir verdient in den Sommerurlaub gehen.“ 

Verletzten-Update 

Noah Botić wird im Laufe der Sommervorbereitung ins Mannschafstraining einsteigen, Manprit Sarkaria wird wohl erst mit Jänner 2027 wieder voll einsatzfähig sein.