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Young Violets | 07.05.2026

Hosiner beendet Karriere & bleibt der Austria erhalten

Philipp Hosiner kickte über fünf Saisonen in Violett. 2012/2013 schoss der Burgenländer die Profis mit 32 Saisontoren zum bisher letzten Meistertitel. Nach einem Frankreich-Intermezzo und einer Karriere in Deutschland kehrte ‚Hosi‘ 2023 zur Austria zurück, wo er die Young Violets als Kapitän in die zweite Liga zurückführte. Mit Ende der laufenden Saison wird der 36-Jährige seine Fußballschuhe an den Nagel hängen. Dem Verein bleibt er jedoch erhalten: In den vergangenen drei Jahren übernahm Hosiner bereits eine wichtige Rolle als Führungsspieler und Mentor für die jungen Austria-Talente. Künftig wird er als Individualtrainer für die Offensivspieler in der Austria-Akademie tätig sein und weiterhin an der Entwicklung der violetten Eigengewächse mitwirken.

Philipp Hosiner: „Ich bin vor drei Jahren zur Austria zurückgekehrt, mit dem klaren Ziel, meine Erfahrung an die nächste Generation weiterzugeben. Mit dem Aufstieg in die zweite Liga haben wir etwas Großartiges geschafft. Für mich ist nun der optimale Zeitpunkt, meine Karriere zu beenden und der nächsten Generation die Bühne zu überlassen. Jedes Mal, wenn ich am Verteilerkreis gespielt habe, habe ich von den Fans das Vertrauen gespürt – vor zehn Jahren genauso wie heute. Der Zeitpunkt fühlt sich für mich richtig an. Ich denke, es ist ein würdiger Abschluss. Ich möchte nur danke sagen: Danke für die großartige Unterstützung.“

Young Violets-Trainer Max Uhlig: “Es war eine große Ehre für mich, mit Philipp Hosiner zu arbeiten. In seinen drei Saisonen bei den Young Violets war er ein großes Vorbild für unsere jungen Spieler, er hat unsere Standards im Team ganz nach oben geschraubt. Es war von Anfang an spürbar, dass Hosi neben seinen Fähigkeiten als Spieler auch ein unheimlich bodenständiger und sympathischer Mensch ist. Es hat großen Spaß gemacht, mit ihm zusammen zu arbeiten. Man sagt immer: Die Spieler lernen vom Trainer – ich kann in diesem Fall getrost sagen, dass es auch umgekehrt so war und ich unheimlich viel von Hosi lernen durfte. Ich wünsche ihm für seine Zukunft alles Gute.“

Philipp Hosiner beim Mitgliederfest 2026

Philipp Hosiner verkündete sein Karriereende am Mittwochabend beim Mitgliederfest und wurde dort gebührend von den rund 1.300 Mitgliedern gefeiert.

©Anne-Sophie Danner-Fellinger

Es ist eine beeindruckende Bilanz, die unsere Nummer 16 hinterlassen wird. Von 2012 bis 2014 und von 2023 bis 2026 brachte es „Ho-Ho-Hosiner“ in 161 Spielen auf 91 Treffer und 24 Assists. Neben Meistertitel und Torschützenkönig 2012/2013 wurde Hosiner im selben Jahr auch zum Bundesliga-„Spieler der Saison“ gekürt. Im entscheidenden Champions League-Qualifikationsspiel gegen Dinamo Zagreb legte Hosiner das im Nachgang ikonische 2:3 von Roman Kienast auf, mit dem die Veilchen in die Gruppenphase aufstiegen und dort gegen Atletíco Madrid, den FC Porto und Zenit St. Petersburg eine richtig gute Figur machten. Im letzten Gruppenspiel gegen Zenit erzielte Hosiner beim souveränen 4:1-Erfolg gleich zwei Treffer und ist damit einer der wenigen Österreicher, die in der UEFA Champions League einen Doppelpack markierten.

2014 wechselte der damals 25-jährige von der Austria zu Stade Rennes, wo es aber nicht klappen sollte wie erhofft, weshalb im Jänner 2015 ein Wechsel zum 1.FC Köln im Raum stand. Beim dortigen Medizincheck entdeckten die Ärzte einen zwei Kilogramm schweren Tumor an Hosiners linker Niere, der sich bereits über mehrere Jahren dort angesiedelt haben dürfte. Nach einer erfolgreichen Operation kehrte er im Mai 2015 für die Rennes-Reserve wieder auf den Platz zurück und wechselte kurz darauf auf Leihbasis zum „Effzeh“. „Der glückliche Umstand, dass man als Profi-Fußballer routinemäßig medizinische Kontrollen hat, hat mir vermutlich das Leben gerettet“, sollte Hosiner später sagen.

Nach einem Jahr in Köln und zwei Saisonen bei Union Berlin verschlug es den Eisenstädter in weiterer Folge zum SK Sturm, zum Chemnitzer FC, Dynamo Dresden und den Kickers Offenbach, ehe er 2023 ins violette Wohnzimmer zurückkehrte. Als Kapitän und Role Model heuerte Hosiner bei den Young Violets an, wo er in seiner ersten Regionalliga-Saison 14 Treffer beisteuerte. Das Jahr darauf verlief noch erfolgreicher: Auch dank seiner 21 Tore sicherten sich die Young Violets am letzten Spieltag den Aufstieg in Österreichs zweithöchste Spielklasse, wo die Jungveilchen unter Trainer Max Uhlig aktuell eine sensationelle Spielzeit hinlegen.

Im Namen der gesamten Austria-Familie bedanken wir uns bei Philipp Hosiner für die vielen großartigen Momente und wünschen Alles Gute für die Zeit nach der Profi-Karriere. Mach’s gut, Hosi!

Philipp Hosiner mit seiner Familie beim Mitgliederfest

Philipp Hosiner gemeinsam mit Max Uhlig, Alex Grünwald, seiner Frau Julia & seinem Sohn Aaron, sowie mit Sportvorstand Tomas Zorn (v.l.n.r.)

©Anne-Sophie Danner-Fellinger