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Anfang Juni stand mit dem 4. Wiener Inklusionsderby ein beispielhaftes Fußball-Ereignis im Zeichen von Inklusion und Zusammenhalt auf dem Programm. Erstmals war der ÖFB-Campus, wo Ende Juni auch die Fußballbewerbe der 9. Nationalen Special Olympics Sommerspiele stattfinden, Schauplatz dieses außergewöhnlichen Formats. Dabei legten Austria Wien und Rapid ihre Rivalitäten beiseite und spielten für den guten Zweck nicht gegen-, sondern miteinander. Mit dabei im von Coca-Cola initiierten und vom ÖFB unterstützten Derby waren mit Andreas Onea, Conny Wilczynski und Fifi Pissecker auch Prominente auf- und abseits des Fußballs.
Tobias Singer
Die Teams waren bunt gemischt: Spieler:innen der Special Needs Mannschaften, die Frauen- und Mädchen-Teams, Vereinslegenden sowie prominente Unterstützer: innen kickten Seite an Seite – völlig unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Vereinszugehörigkeit.
Austria-Vizepräsidentin Dagmar Schmidt war vom Inklusionsderby begeistert: „Inklusion ist uns sehr wichtig, weil wir eine Familie sind und da gehört jeder dazu. Hier beim Inklusionsderby sieht man, alle sind glücklich und die Herzen gehen nicht nur den Spielerinnen und Spielern, sondern auch beim Publikum auf. Man spürt, dass der Fußball viel mehr verbindet, als er trennt. Das ist großartig."
Auch ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzende Josef Pröll ließ es sich nicht nehmen, die Athletinnen und Athleten vor Ort anzufeuern und den Ehrenankick vorzunehmen: "Für uns im ÖFB bedeutet Inklusion, dass gezeigt wird, wie man alle Grenzen überwindet, dass Menschen mit besonderen Bedürfnissen, wie Mädchen und Burschen und alle Altersklassen eine Leidenschaft und Freude zeigen. Dieses Spiel heute zeigt, was der Fußball kann und es ist ein tolles Signal."
Der Erlös des Inklusionsderbys durch eine Spende von Coca-Cola Österreich kommt den Special Needs Teams beider Vereine sowie Special Olympics Österreich zugute, um die sportliche Inklusion auch künftig nachhaltig zu fördern. Nach dem sportlichen Teil ließen Spieler: innen und Fans den Tag bei einem gemeinsamen BBQ in gemütlicher Runde am Campus ausklingen.
Für besondere Highlights und reichlich Humor auf dem Rasen sorgten die prominenten Mitspieler. Fifi Pissecker versuchte, die gegnerische Abwehr mit Pointen schwindlig zu spielen, und stellte fest, dass sein Schmäh oft schneller läuft als er selbst. „Ich bin zum zweiten Mal dabei, es ist einfach herrlich. Wie die Mädels und Burschen rennen, was sie für eine Freude haben, das ist einfach großartig“, so der Kabarettist. Handball-Legende Conny Wilczynski musste sich mehrmals daran erinnern, dass am ÖFB-Campus der Ball nicht mit der Hand geführt werden darf; „Beim Handball habe ich sicherlich mehr Qualitäten, aber es macht so viel Spaß, hier mitzuspielen. Dieses Spiel ist das perfekte Beispiel, dass Sport verbindet.“ Paralympics-Medaillengewinner Andreas Onea tauscht das Schwimmbecken gegen den Rasen. „Ich liebe den Fußball, aber Liebe führt nicht zwingend dazu, dass man es gut kann“, scherzte der Schwimmer, um anschließend die Kraft solcher Veranstaltungen zu betonen, „dieses Spiel zeigt, dass wir alle die Passion für diesen geilen Sport haben und sie auch ausleben können. Alle sind dabei, das ist das Schöne.“
Die 9. Nationalen Special Olympics Sommerspiele finden von 25. bis 30. Juni 2026 in Wien statt und versammeln mehr als 1.800 Sportler: innen aus ganz Österreich. Der Torch Run bildet dabei den feierlichen Auftakt einer Woche, in der Sport, Begegnung und Inklusion im Mittelpunkt stehen. Der Eintritt ist frei. Hinkommen, Emotionen erleben!
„Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Inklusionsderby den Geist von Special Olympics an jenen Ort gebracht haben, an dem wir auch unsere Fußballbewerbe der 9. Nationalen Sommerspiele in Wien austragen dürfen. Die Stimmung war großartig und hat die einende Kraft des Sports eindrucksvoll gezeigt", sagt Markus Eder, Vorstandsmitglied Special Olympics Österreich