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Austria Wien trifft im Playoff der UEFA Conference League auf den portugiesischen Topklub SC Braga. Das Hinspiel im Estádio Municipal de Braga steigt am Donnerstag um 21:00 Uhr MESZ. Trainer Stephan Helm gibt einen Ausblick auf das Auswärtsspiel in Portugal.
© GEPA-Pictures
Drei Tage nach dem Aufstieg ins Playoff feierte die Austria vergangenen Sonntag in der Bundesliga einen 2:0-Sieg in Hartberg und holte damit in der Meisterschaft die ersten drei Punkte: „Es war eine Herausforderung, drei Tage nach dem emotionalen Aufstieg im Elferschießen gegen Beitar eine gute Spannung auf den Platz zu bekommen. Das wichtigste war, dass wir in der Liga angeschrieben haben“, sagt Trainer Stephan Helm.
Am Mittwochvormittag machte sich die Mannschaft auf den Weg in Richtung Braga, wo um 19:00 Uhr Ortszeit noch das Abschlusstraining im Estádio Municipal de Braga auf dem Programm steht. „Der Einzug ins Playoff war schon ein Erfolg für uns, mit dem man nicht unbedingt rechnen durfte. Umso mehr freuen wir uns auf die spezielle Atmosphäre, die uns in Braga erwartet: das beginnt schon am Mittwoch, wenn wir zum Abschlusstraining in dieses ikonische Stadion kommen, das jeder Fußballfan kennt. Diesen speziellen Europacup-Flair möchten wir nutzen, um zusätzliche Energie zu entwickeln“, schildert Helm.
Die Mannschaft des SC Braga ist gespickt mit zahlreichen Topspielern. Der Gesamtwert des Kaders wird von Transfermarkt.at auf über 150 Millionen Euro geschätzt. Seit gut einem Jahr ist Carlos Vicens Cheftrainer. Von 2021 bis 2025 war der 43-jährige Spanier vier Jahre lang Co-Trainer von Pep Guardiola bei Manchester City.
In der Vorsaison erreichten die Guerreiros das Halbfinale der UEFA Europa League. In der portugiesischen Meisterschaft belegte Braga den vierten Platz hinter den drei Spitzenteams FC Porto, Sporting und Benfica und qualifizierte sich damit diesmal „nur“ für die Conference League. Grund dafür: Zweitligist SC União Torreense holte überraschend den portugiesischen Cup und sicherte sich damit einen Europacup-Startplatz.
„Es ist kein Geheimnis, dass Braga der klare Favorit ist. Sie haben letzte Saison international stark aufgezeigt. Wichtig wird sein, dass wir mutig auftreten, uns gut präsentieren und aus der Außenseiterrolle das Bestmögliche herausholen“, erklärt Stephan Helm.
In der aktuellen Saison startete der SC Braga genauso wie Austria Wien in der zweiten Qualifikationsrunde der UEFA Conference League in die Europacup-Saison. Gegen den serbischen Klub FK Železničar Pančevo setzten sich die Portugiesen klar durch (1:0 auswärts, 4:0 zuhause). In der dritten Qualifikationsrunde gegen Dinamo Minsk aus Belarus gewann Braga das Heimspiel mit 1:0, im Rückspiel reichte ein torloses Remis zum Aufstieg ins Playoff.
„Der SC Braga war in den Spielen gegen Dinamo Minsk sehr dominant. Sie haben eine hohe Ballsicherheit und können mit ihrer spielerischen Qualität jederzeit den Spielrhythmus bestimmen. Es ist eindeutig erkennbar, dass der Trainer unter Pep Guardiola gearbeitet hat – sie spielen einen sehr kombinativen Fußball. Jede Mannschaft bietet aber auch gewisse Weak Points an, aus denen wir unsere Vorteile ziehen wollen“, sagt der Austria-Trainer.
In der Meisterschaft startete Braga mit einem 2:2 bei Moreirense FC. Das Heimspiel gegen Gil Vicente am vergangenen Sonntag musste kurzfristig verschoben werden, nachdem aufgrund eines Magen-Darm-Virus zu wenige Spieler des SC Braga einsatzfähig waren. Das Ligaspiel zwischen den beiden Playoff-Duellen hatte Braga genauso wie die Austria bereits vorzeitig verschieben lassen. Am Wochenende ist also spielfrei, das Heimspiel gegen die WSG Tirol findet erst am 2. September statt:
„Es macht in unserer Herangehensweise schon einen Unterschied, dass am Wochenende kein Bundesligaspiel ansteht, das wir im Hinterkopf haben müssen. Es gibt uns auch mehr Freiheiten für unsere Personalentscheidungen im Hinspiel gegen Braga“, so Trainer Stephan Helm.
Verteidiger Valentin Toifl trainiert in dieser Woche bei den Young Violets. Ansonsten sind bis auf Philipp Wiesinger, Noah Botić und Manprit Sarkaria alle Spieler mit an Bord bei der Reise nach Braga.