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„Radogoal“ holte mit den Veilchen zu Beginn des Jahrtausends einen Meistertitel und zwei Cup-Siege. In 112 Spielen für Violett erzielte der wendige und technisch beschlagene Stürmer 35 Tore. Am heutigen Freitag wird Gilewicz 55 Jahre jung. Wir gratulieren!
©GEPA-Pictures.com
Radoslav Gilewicz kam am 8. Mai 1971 im südpolnischen Dorf Chełm Śląski zur Welt und lernte das Kicken bei GKS und später bei Sokol Tychy. Schon in jungen Jahren galt er weit über die Bezirksgrenzen hinaus als Sturm-Juwel und Zukunftshoffnung. Gleich in seiner ersten Profi-Saison bei Ruch Chorzow schlug der damals 21-jährge voll ein, erzielte 14 Treffer in 31 Spielen und wechselte schon im Sommer darauf zum FC St.Gallen. In der Schweiz bestätigte er die hohen Erwartungen prompt und empfahl sich mit 26 erzielten Toren in zwei Spielzeiten für die deutsche Bundesliga. Der damals groß aufspielende VfB Stuttgart erhielt den Zuschlag. In der Schwaben-Metropole hatte der junge Radoslav angesichts des Überangebots an Offensiv-Prominenz – wo Giovane Elber, Fredi Bobić oder Krassimir Balakov das magische Dreieck bildeten – allerdings einen schweren Stand, wurde eine Etappe nach hinten verschoben und vermehrt als Mittelfeldspieler eingesetzt.
Nach einem eineinhalbjährigen Missverständnis beim Karlsruher SC roch der damalige österreichische Ligakrösus FC Tirol Lunte und lotste den technisch begabten Stürmer im Jänner 1999 an den Innsbrucker Tivoli. Mit Gilewicz an vorderster Front wurde der FC Tirol drei Mal in Folge Meister, stolze 65 Treffer erzielte der Pole in 122 Partien in Schwarz-Grün, 2000 wurde er zu „Österreichs Fußballer des Jahres“ gewählt.
Nachdem der FC Tirol zur Konkursmasse geworden war, wechselte „Radogoal“ 2002 an den Verteilerkreis, wo er auf Anhieb wieder Meister wurde. Wo der Pole auch aufkreuzte, wurden Titel eingeheimst. In drei Saisonen bei der Austria holte er neben dem Meistertitel auch zwei Cup-Erfolge und rückte 2005 bis ins UEFA-Cup-Viertelfinale vor, wo gegen Parma Endstation war. In 112 Spielen erzielte die violette Legende 35 Tore, eher er die Veilchen 2005 in Richtung Pasching verließ.