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Frauen | 23.05.2026

Torloses Remis vertagt Meisterentscheidung

Im vorletzten Spiel der AMIRAL Frauen Bundesliga trennten sich dieVeilchen und Red Bull Salzburg mit einem torlosen Remis. Ein Ergebnis, das vor allem die Veilchen enttäuschte, denn trotz zahlreicher Chancen und einer dominanten Schlussphase wollte der entscheidende Treffer nicht fallen. Damit wurde die Entscheidung im Meisterschaftskampf vertagt – und alles läuft nun auf den großen Showdown am kommenden Samstag gegen SKN St. Pölten Frauen hinaus. Austria Wien darf dabei nicht verlieren, um den Titel selbst in der Hand zu behalten.

Dominika Škorvánková im Zweikampf mit einer Salzburg Spielerin

© Raimund Nics

Die Veilchen starteten engagiert in die Partie und kamen bereits in der 6. Minute zur ersten Möglichkeit. Nach einer Ecke führte Elisa Pfattner eine Variante aus und spielte auf Dominika Škorvánková, deren Schuss jedoch abgeblockt wurde. Der Nachschuss landete schließlich sicher in den Armen der Salzburger Torfrau. Auch in den darauffolgenden Minuten suchte Austria den Weg nach vorne: Yvonne Weilharter brachte in der 9. Minute eine gefährliche Flanke in den Strafraum, doch der Ball war etwas zu scharf gespielt. Kurz darauf sprintete Louise Schöffel über die Seite nach vorne, ihre Hereingabe geriet allerdings zu hoch.

Immer wieder kombinierten sich die Gastgeberinnen gefällig durch das Mittelfeld. In der 17. Minute sorgte ein Zusammenspiel zwischen Tatjana Weiss, Lena Triendl und Weilharter für Gefahr, der Abschluss blieb jedoch ohne Erfolg. Nur eine Minute später brachte Triendl einen Freistoß in die Mitte, Pfattner verpasste zunächst, ehe Schöffel zum Abschluss kam – doch Salzburgs Torfrau war zur Stelle.

Austria bleibt zu ungefährlich

Die erste große Chance für die Gäste folgte in der 33. Minute. Salzburg kombinierte sich durch die violette Defensive, doch Torfrau Jasmin Pal rettete stark und hielt die Austria im Spiel. Die Veilchen antworteten mit weiteren Offensivaktionen: Eine Ecke in der 36. Minute blieb im Strafraumgewühl hängen, während Carina Wenninger drei Minuten später mit einem Distanzschuss die Salzburger Schlussfrau prüfte. Kurz vor der Pause wurde es noch einmal gefährlich: Škorvánkovás Versuch wurde abgewehrt, Triendls anschließende Flanke segelte knapp über das Tor. Trotz einiger Offensivaktionen, waren die Chancen noch zu ungefährlich um zählbaren Erfolg zu bringen. So ging es torlos in die Halbzeitpause.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Austria die aktivere Mannschaft. Ein Freistoß direkt nach Wiederbeginn leitete eine intensive Drangphase ein: Pfattners abgefälschter Schuss flog knapp über das Tor, die folgende Ecke brachte Katharina Schiechtl per Kopf zum Abschluss, doch erneut verhinderte die Torfrau den Rückstand. Weilharters Nachschuss ging darüber.

Chancen, Chancen, Chancen - aber keine Tore

In der 59. Minute setzte Modesta Uka einen Freistoß gefährlich in den Strafraum, Salzburg konnte jedoch erneut klären. Pfattners Nachschuss verfehlte das Ziel. Nur eine Minute später schien der Bann endlich gebrochen: Nach einer Ecke jubelten die Veilchen bereits über die vermeintliche Führung, doch die Schiedsrichterin entschied auf Foul und erkannte das Tor ab.

Die Austria erhöhte weiter den Druck. Škorvánková scheiterte nach einer weiteren Ecke an der Torfrau, Uka prüfte diese per Freistoß erneut. Für Diskussionen sorgte die 66. Minute: Schöffel wurde im Strafraum zu Fall gebracht, doch die Pfeife der Schiedsrichterin blieb stumm. Der anschließende Nachschuss von Courtney Strode ging daneben.

Trotz mehrerer Standardsituationen keine Treffer

In der Schlussphase spielte sich das Geschehen beinahe ausschließlich in der Salzburger Hälfte ab. Chancen im Minutentakt folgten: Strode und Škorvánková scheiterten innerhalb weniger Sekunden an der Salzburger Torfrau, mehrere Ecken blieben ungenutzt und auch Schiechtls Freistoß wurde entschärft. Besonders bitter verlief die 84. Minute: Schöffel flankte punktgenau in den Strafraum, Weilharter kam an den Ball, doch die Torfrau rettete in letzter Sekunde. Wenig später reklamierte Austria ein Handspiel im Strafraum, doch erneut blieb der Pfiff aus.

Auch die letzte große Gelegenheit der Partie brachte nicht die erhoffte Entscheidung: Nach einer Ecke kam Schöffel noch einmal zum Abschluss, doch Salzburgs Schlussfrau hielt das 0:0 fest.

Am Ende blieb den Veilchen trotz klarer Überlegenheit und zahlreicher Chancen nur ein torloses Remis. Damit wird die Entscheidung um die Meisterschaft auf den letzten Spieltag vertagt – und das direkte Duell mit St. Pölten wird nun zum alles entscheidenden Finale im Titelrennen der AMIRAL Frauen Bundesliga.

Austria Wien vs. Red Bull Salzburg 

Austria: Pal - Wenninger, Schiechtl, Kirchberger - Schöffel, Pfattner, Weiss, Weilharter - Škorvánková (Šišić 85.), Uka  Triendl (Strode 60.)

Generali-Arena, 1333 Fans, Schiedsrichterin Lara Anderson