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Die Austria unterliegt dem LASK im letzten Spiel der Saison vor eigenem Publikum 0:3 und schließt die Saison 2025/2026 als guter Tabellen-Vierter ab. Mbuyamba traf vor der Pause nach einem Gestocher zur Führung für die Linzer, nach Seitenwechsel verwandelte Adeniran einen zumindest fragwürdigen Elfmeter und sorgte für die Vorentscheidung. Bogarde machte den Deckel drauf. Die Linzer krönen sich erstmals seit 1965 zum österreichischen Bundesliga-Meister.
©Anne Sophie Danner-Fellinger
Zum Saison-Finale in der längst ausverkauften Generali-Arena empfingen die Veilchen am Sonntag Titelanwärter LASK, der sich den Meisterteller im Fernduell mit Sturm Graz auszuschnapsen hatte. Die Austria matchte sich ihrerseits mit Red Bull Salzburg und ihrem Hütteldorfer Erzrivalen um die Plätze 3-5. Showdown? Ja, bitte. Vor Ankick wurden Young Violets-Kapitän Philipp Hosiner, Konstantin Aleksa und Ifeanyi Ndukwe ebenso verabschiedet wie Ziad El Sheiwi, Marko Raguž und Hakim Guenouche.
Die 15.600 Besucher sahen einen flotten wie attraktiven Beginn beider Teams: Nach Fischer-Hereingabe legte Tae-seok Lee im Strafraum auf Ranftl zurück, dem die Kugel abriss (5.). Auf der Gegenseite lenkte Şahin-Radlinger einen tückischen Danek-Schuss zur Ecke ab (8.), Kalajdzić verpasste Jörgensens gefährlichen Pass um Zentimeter (13.). Nach einer knappen halben Stunde hatte der violette Anhang schon den Torjubel auf den Lippen, doch fischte LASK-Goalie Jungwirth einen Kunstschuss von Jojo Eggestein aus der Kreuzecke (26.). Die Veilchen blieben giftig: Fischers Kopfball-Versuch ging ins Leere (34.). Nach 38 Minuten stand der Auswärtssektor Kopf: Nach einem Strafraum-Gestocher hielt Mbuyamba drauf und verstaute die Frucht zur Linzer Führung im langen Eck.
Für Violett schien sich ein wahrer Krimi anzubahnen. Durch die 2:0-Führung Hartbergs in Salzburg und das torlose Pausen-Remis zwischen Sturm und Rapid hätte der Ausgleichs-Treffer den dritten Endrang bedeutet. Diese Hoffnungen wurden jedoch alsbald ad acta gelegt. Nach kapitalem Fehlpass von Eggestein wurde Kalajdzić gesucht, der zum Abflug ansetzte, ehe Şahin-Radlinger ihn berührte. Weil sich der VAR nicht dazuschaltete, stellte Adeniran vom Elferpunkt auf 0:2 (49.). Danach tat sich erst einmal nicht viel. Die Linzer verwalteten ihre komfortable Führung geschickt, der Austria fehlte jede offensive Durchschlagskraft. Eine Viertelstunde vor Schluss spazierte Kalajdzić ungehindert durch den violetten Strafraum, Bogarde machte den Deckel drauf bedankte sich mit dem 0:3 (75.).
Weil Salzburg zu Hause gegen Hartberg gewann und Sturm Rapid schlug, beendet die Austria die Spielzeit 2025/2026 auf dem guten vierten Tabellenplatz, der Q2 der UEFA Conference League bedeutet. Der LASK darf erstmals seit 1965 wieder über den Meistertitel jubeln.
Austria: Şahin-Radlinger; Handl, Plavotić, Wiesinger; Ranftl, Maybach (76.Boateng), Barry (85.Lee), Fischer (69.Marković), Lee Tae-Seok (85.Schablas), Saljić (69.Wustinger), Eggestein
LASK: Jungwirth; Jörgensen, Mbuymba, Alemao, Andrade, Bello; Danek (82.Kacavenda), Bogarde, Horvath (82.Lang); Kalajdzić (76.Coulibaly), Adeniran
Tore: Mbuyamba (38.), Adeniran (49./E.), Bogarde (75.)
Gelbe Karten: Barry, Handl, Bello
Generali-Arena, Schiedsrichter Gishamer, 15.600 Besucher:innen