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Wenn der FK Austria Wien am Donnerstag (19:00 Uhr) im Duell der Ungeschlagenen der UEFA-Europa-League-Gruppe E gegen AS Roma im Happel-Stadion um die Tabellenführung kickt, dann werden bei Dominik Prokop Erinnerungen wach. Und zwar solche, die man ein Leben lang nicht vergisst.
Es war am späteren Abend des 20. Oktober im Stadion Olimpico, als der 19-Jährige von Trainer Thorsten Fink in der 78. Minute bei einem 1:3-Rückstand gegen den dreifachen italienischen Meister für Alexander Grünwald eingewechselt wurde. Keiner der über 2.000 Austria-Fans, die für eine tolle Stimmung sorgten, hätte noch einen Cent auf unsere Veilchen gesetzt.
Doch dank des Eigengewächses kam letztlich noch alles anders. Prokop leitete nur vier Minuten nach seiner Einwechslung mit dem Anschlusstor das sensationelle Finish der Gäste ein. Es war sein erster Treffer in seinem damals vierten Pflichtspiel in der „Ersten“ für die Austria und das 300. Europacup-Tor unseres Klubs im 216. EC-Spiel (ohne UEFA-Intertoto-Cup)!
„Ich kann es immer noch nicht glauben, es ist wie ein Traum. Das wird noch eine Weile dauern, bis ich das verarbeitet habe“, gesteht Prokop vor dem „Rückspiel“. Auf dieses freut er sich genauso „riesig“ wie die gesamte Austria-Gemeinde. Roma sei auch in Wien der Favorit, aber das heiße nicht, dass man keine Chance habe.
„Wir werden wieder wie in Rom mutig auftreten, nach vorne spielen und auf unsere Chancen warten“, verspricht der mehrfache ÖFB-Auswahlspieler. Derzeit liegen Austria und Roma, die zur „Halbzeit“ der Gruppenphase zu den zwölf Klubs ohne Niederlage in dem 48er-Feld gehören, mit fünf Punkten gleichauf.
Gibt es im zweiten Treffen ein 0:0, 1:1 oder 2:2, würden unsere Veilchen die Tabellenführung aufgrund des direkten Duells (mehr erzielte Auswärts-Tore) übernehmen. In die K.o.-Runde der letzten 32 steigen die Gruppen-Ersten und -Zweiten auf und dazu kommen noch die acht Pool-Dritten der Champions League.
Die Tatsache, dass man zu dem Dutzend gehört, dass noch ohne Niederlage in der Gruppe dasteht, ist für den Offensivgeist Ansporn, unbesiegt zu bleiben. Die Chancen auf unser Weiterkommen wertet er als „eigentlich richtig gut“.
Weil nach dem Duell mit Roma noch ein Heimspiel gegen Astra Giurgiu (24.11.) im Prater folgt, ehe wir nach Tschechien zu Viktoria Pilsen (8.12.) reisen. „Wenn wir diese beiden Partien nicht verlieren, dann schaut's ganz gut aus.“ Dazu müsse man aber in jedem Spiel hundert Prozent geben, an die Grenzen gehen.
„Nur so können wir es schaffen“, hält Prokop das erstmalige Überwintern der Austria im Europacup seit der Saison 2004/05 für möglich. Vor zwölf Jahren war für die Violetten erst im Viertelfinale des UEFA-Cups, dem Vorgänger der UEFA Europa League, gegen FC Parma Endstation (1:1 in Wien und 0:0 auswärts).
So weit dürfen wir nicht denken, die volle Konzentration gilt der Gegenwart, AS Roma und dem Match gegen De Rossi und Co. Prokop und seine Mitspieler wollen, dass das zehnte Europacup-Spiel unter Fink einen positiven Eintrag ins Buch der Statistik bringt. Eine tolle Stimmung im gut gefüllten Happel-Oval ist unserer Mannschaft sicher. Über 26.000 Tickets wurden bereits abgesetzt.
Dominik Prokop ist nach seiner längeren Verletzungspause jedenfalls wieder topfit. „Das Knie ist stabil, es ist zwar noch ein wenig Flüssigkeit drinnen, aber es ist alles okay“, berichtet „Domi“.
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Erstellt am 18.05.2018 |
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