Home
Die Jungveilchen verlieren ihr letztes Saisonspiel gegen den Kapfenberger SV vor eigenem Publikum 1:2 und beenden die Liga Zwa-Saison auf dem 8.Tabellenplatz. Kapitän Philipp Hosiner wurde nach dem Spiel für fünf ruhmreiche Saisonen im violetten Trikot, drei davon bei den Young Violets, gebührend verabschiedet. Auch Osman Abdi, Mikolaj Sawicki, Julian Höller, Nicolas Zdichynec, Marcel Stöger und Aleksa Ilić werden den Verein verlassen.
©GEPA-Pictures.com
Es ist amtlich: Die Young Violets werden ihre Aufstiegssaison auf dem sehr guten 8.Platz beenden. In der 28. und letzten Runde empfing die Uhlig-Elf den Kapfenberger SV in der Generali-Arena. Für die „Falken“ ging es nur mehr um die goldene Ananas, die Violets hingegen hatten ihren Tabellenplatz vor der Vienna zu verteidigen. Trainer Max Uhlig setzte auf eine offensive Ausrichtung mit Marco Brandt, Hasan Deshishku und Philipp Hosiner an vorderster Front.
Die Anfangsphase hatte es in sich: Stöckl ging als letzter Mann volles Risiko und klärte gerade noch zur Ecke (1.). Dann trat Il Capitano, Philipp Hosiner, in Erscheinung, der erst aus zwanzig Meter sein Glück versuchte, wenig später Marco Brandt mit einer punktgenauen Kopfballvorlage bediente – der Blondschopf wurde rechtzeitig am Abschluss gehindert – und wieder eine Minute drauf in KSV-Goalie Colić seinen Meister fand. Das Mittelfeld schien abgeschafft, es ging Zack Prack: Krasniqi sah Maier, dessen Stanglpass Rostas zur Führung der Falken verwertete (9.). Das 1:1 folgte auf den Fuß: Nach einem Schnitzer der Falken-Abwehr blieb Deshishku cool und legte mustergültig auf Hosiner ab, der mit seinem 10. Saisontor zum Ausgleich traf (13.). Fortan drosselten beide Teams ihre hohe Schlagzahl: Deshishkus Freistoß wurde übers Tor gelenkt (26.), nachdem Dilek alleine aufs violette Tor zugelaufen war, bewahrte Jusić sein Team mit einer Glanzparade vor dem neuerlichen Rückstand (29.).
Die zweite Hälfte war kaum angepfiffen, als die 15 mitgereisten Fans der Falken zum Torjubel ansetzten. Keno Jusić vermochte eine abgefälschte Bogenlampe nicht festzuhalten, N’Zi bedankte sich (46.). Die Jungveilchen ackerten sich in die Kapfenberger Hälfte hinein, Trainer Max Uhlig verstärkte nach einer Stunde die Kreativabteilung, brachte Jerabek und Nišandzić in die Partie. Romeo Mörths fast perfekter Fallrückzieher zischte nur Zentimeter am langen Eck vorbei (65.), ein Hosiner-Freistoß ging drüber (67.). Nach 73 Minuten war der kurze Arbeitstag von Dominik Nišandzić wieder beendet, der Mittelfeld-Regisseur sah nach hartem Einstieg gegen Dilek die glattrote Karte. Es wurde ruppiger: Bei einsetzendem Starkregen übersah Schiedsrichter Jäger einen Kopfstoß (-versuch) von N’Zi gegen Vali Toifl, der KSV-Abwehrriegel durfte weiter machen. Die Jungveilchen setzten zum Sturmlauf an, warfen alles hinein, schnürten die Steirer in der eigenen Hälfte ein: Nach Jerabek-Zuspiel ließ Brandt aus wenigen Metern den Ausgleich liegen (83.), kurz darauf warf sich N’Zi in einen Jerabek-Schuss (85.), ein Mörth-Kopfball landete neben dem Tor (88.), ein Roider-Kracher wurde zur Ecke gelenkt (90.) - es blieb bei der 1:2-Niederlage.
Durch den 2:0-Heimsieg der Vienna gegen Bregenz rutschen die Veilchen in letzter Sekunde noch auf den - dennoch ausgezeichneten - achten Platz zurück und dürfen sich über den Titel des besten Aufsteigers freuen. An der Tabellenspitze setzte sich Austria Lustenau knapp gegen Amstetten durch und feiert den Aufstieg in die ADMIRAL-Bundesliga. Wir gratulieren!
YOUNG VIOLETS – KSV 1919 1:2 (1:1)
Tore: Hosiner (13.); Rostas (9.), N’Zi (46.)
Rote Karte: Nišandzić (73.)
YOUNG VIOLETS: Jusić; Nnodim (90.Sawicki), Stöckl (60.Nišandzić), Toifl, Roider; Janković, Lukić, Mörth; Brandt (90.Danis), Deshishku (60.Jerabek), Hosiner © (90.Stöger).
KSV 1919: Colić; Mikulić (59.Hassler), N’Zi, Breit; Misković ©, Maier (76.Marinović), Kadlec, Pranjković; Krasniqi; Dilek (90.Ziković), Rostas (90.Kräutler).
Generali-Arena, Schiedsrichter Florian Jäger
„Ich hab mich ein letztes Mal mit den Schiedsrichtern abgeärgert. Sie hatten es nicht immer leicht mit mir. Ich habe immer versucht, alles für die Austria zu geben, die jungen Spieler zu pushen und aufs Leistungsmaximum zu bringen. Ich bedanke mich bei allen Fans, die bei dem Wetter gekommen sind. Außerdem bei der Mannschaft und dem Staff. Ich bleibe der Austria erhalten, darauf bin ich sehr stolz. Wir sehen uns wieder!“