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Liga Zwa | 13.05.2026

Young Violets wollen sich bei Hosiner-Abschied belohnen

Zum Saison-Abschluss wollen die Young Violets am Donnerstag (17:00 Uhr) gegen den KSV1919 ihren 7. Tabellenplatz absichern und sich für eine in vielerlei Hinsicht überragende Saison belohnen. Kapitän und Top-Torschütze Philipp Hosiner wird das letzte Spiel seiner Profi-Karriere bestreiten. Auch zahlreiche weitere Spieler werden verabschiedet.

©GEPA-Pictures.com

Eine sensationelle Saison geht zu Ende. Die Young Violets werden ihr Aufstiegsjahr wohl als Siebenter, schlechtestenfalls als Achter beenden. Wie schnell sich die Uhlig-Elf in der neuen Liga zurechtfand, beeindruckte nicht nur die eigenen Fans. Ab der dritten Runde lagen die Jungveilchen immer auf einem einstelligen Tabellenplatz, waren dabei nie schlechter platziert als Rang 7. 

Uhlig stolz

Dass der große Sprung vom Halb-Profifußball der Regionalliga hin zum Profitum in Liga Zwa keineswegs Glückssache, sondern das Produkt jahrelanger harter Arbeit war, sei jedem im Verein klar, sagt Trainer Uhlig: „Die zweite Liga verlangt einem alles ab. Sie verzeiht nichts. Es sind für uns alle Hochs und Tiefs eingetreten, die man sich vorstellen kann. Eigentlich fühlt sich die Saison an wie zwei oder drei Saisonen. Ich bin extrem stolz, wie weit wir schon gekommen sind. Wir haben das überragend gemacht.“  

Sieben Debütanten unter 18

Von den insgesamt 37 eingesetzten Spielern lagen mit Bruno Jerabek, Ifeanyi Ndukwe, Hasan Deshishku, Vaso Marković, Daniel Nnodim, Julian Höller und Tomy Baotić zum Zeitpunkt ihrer jeweiligen Debuts sieben Spieler unter der Volljährigkeit, Romeo Mörth, Konsti Aleksa und Felix Fischer lagen nur knapp drüber. Das Durchschnittsalter lag – die Routiniers Philipp Hosiner oder Winter-Neuzugang Willi Vorsager miteinberechnet – bei 20,9 Jahren.

 

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Young Violets vs. KSV 1919

Donnerstag, 17:00 Uhr, Generali-Arena

 

Am Donnerstag-Nachmittag, 17:00 Uhr, wird für die Violets eine ereignisreiche Liga Zwa-Saison im Wohnzimmer Generali-Arena zu Ende gehen. Für Gegner KSV 1919 geht es um die goldene Ananas, der 13. Tabellenplatz der Steirer ist einzementiert. Anders gestaltet sich die Angelegenheit für die Hausherren, die ihren 7. Platz vor der Vienna verteidigen wollen (die Döblinger treffen im Parallelspiel zu Hause auf Bregenz). Das Hinspiel gewannen die Violetten dank Toifls Last-Minute-Tor als bessere Mannschaft 2:1. Trainer Uhlig verspricht, noch einmal alles reinhauen zu wollen: „Die Spieler wissen: Das Gefühl, dass du nach so einem letzten Spiel hast, nimmst du mit in die lange Pause. Wir sind noch einsatzfähig. Wenn wir voll da sind, werden wir gewinnen!“ 

Philipp Hosiner nimmt Abschied

Über allem steht der Abschied von Kapitän und Top-Scorer Philipp Hosiner, der gegen Kapfenberg sein 82. und letztes Spiel für die Violets bestreiten wird. „Nach allem, was Hosi in den letzten Jahren für uns geleistet hat, nach so einer Karriere, da wollen wir ihm seinen Abgang so schön wie möglich bereiten“, sagt Uhlig. Aus diesem besonderen Anlass wird es auf der Nordtribüne (Mitte) ab Einlass einen Verkaufsstand für Hosiner-Abschieds-T-Shirts (29,90€) geben. 

Weitere Abgänge in Violett

Der Kapitän wird nicht der einzige bleiben, der den Klub verlässt. Ifeanyi Ndukwe ist ab 1. Juli Vertragsspieler des FC Liverpool, Konsti Aleksa könnte wechseln. Auch Osman Abdi, Julian Höller, Marcel Stöger, Aleksa Ilić, Mikolaj Sawicki und Nicolas Zdichynec werden gegen Kapfenberg verabschiedet. Die Entscheidungen seien bei manchen nicht leicht von der Hand gegangen, wurden aber auch nicht über Nacht gefällt, wie Trainer Uhlig erklärt. „Der Konkurrenzkampf ist hart. Entscheidend ist immer der Mix aus Leistungen, Konstanz und Jahrgang. Die Luft nach oben wird immer dünner. Niemand rutscht mehr – wie in der Akademie – einfach in die nächste Jahrgangsstufe hinauf. Die Spieler müssen lernen, sich auf extrem hohem Niveau körperlich und mental verfügbar zu halten.“ Dass Abgänge auch mit Enttäuschung einhergehen sei nur allzu verständlich, aber „die Burschen sind charakterlich alle schwer in Ordnung. Die Entscheidungen sind immer inhaltlich, nie menschlich.“ Die nächsten U18-Spieler scharren schon in den Startlöchern. Can Danis und Bruno Jerabek werden – auch als Signal an die Akademie-Spieler – gegen Kapfenberg auf der Bank sitzen.